Fr., 22.12.2017

Fußball: Ausber-Cup Preußen Münster beendet blaues Wunder von Everswinkel

Das blaue Wunder fiel aus, stattdessen war am Ende alles im grünen Bereich: Der SC Preußen sicherte sich den Ausber-Cup. Ismael Budak (Mitte) wurde Spieler des Turniers.

Das blaue Wunder fiel aus, stattdessen war am Ende alles im grünen Bereich: Der SC Preußen sicherte sich den Ausber-Cup. Ismael Budak (Mitte) wurde Spieler des Turniers. Foto: Mario Lacroix

Münster - 

Kein blaues Wunder mehr in Everswinkel, stattdessen alles im grünen Bereich. Seriensieger TuS Hiltrup verpasste beim Ausber-Cup den siebten Triumph in Folge, weil es eine von acht Turnierpartien verlor: Die letzte und entscheidende ging mit 3:0 an die Reserve des SC Preußen Münster.

Von Ansgar Griebel

Es ist eine gute alte Tradition, dass beim Ausber-Cup in Everswinkel Jahr für Jahr 16 Teams antreten, um irgendwann nach drei langen Fußballtagen und 40 absolvierten Spielen am späten Abend des 22. Dezember den Spielern des TuS Hiltrup den Pokal zu überreichen. Sechs Mal in Folge feierten die „Blauen“ in den vergangenen Jahren in der Kehlbachhalle die vorgezogene Bescherung. Kaum etwas sprach dagegen, dass im Jahr 2017 der siebte Streich fällig werden würde – bis im Finale ausgerechnet Westfalenliga-Rivale Preußen Münster das blaue Wunder von Everswinkel humorlos beendete: 3:0 siegte der SCP dank zweier Treffer des überragenden Ismael Budak, der auch zum Spieler des Turniers erklärt wurde.

Dabei sah es lange nach dem bewährten Ablauf aus: Nach dominanter Vorrunde radierten die TuS-Jungs um ihren Hallentrainer Norbert Bothen auch in der Zwischenrunde mit heißen Reifen über das Parkett. Westfalenliga-Konkurrent BSV Roxel wurde mit 6:3 überfahren, ehe mit der Preußen-Reserve erstmals im Turnierverlauf ein echter Gradmesser um die Kurve kam – und ebenfalls schwer unter die Räder kam. 4:1 ging auch dieses Duell an Hiltrup, ebenso wie Turniersieg Nummer sechs gegen Freckenhorst (1:0). In der zweiten Zwischenrundengruppe sendete derweil Westfalenliga-Konkurrent 1. FC Gievenbeck mit ebenfalls drei Siegen und 15 Treffern eine deutliche Kampfansage – musste dann aber der Dauerbelastung Tribut zollen. Den sechs wackeren Gievenbeckern ging im Halbfinale gegen die immer stärker werdenden Preußen (0:6) die Luft aus. Hiltrup dagegen war bestens präpariert und schoss sich in der Vorschlussrunde gegen Münster 08 warm (7:3). Alles war gerichtet für den vorweihnachtlichen Showdown, bei dem die Preußen Revanche für die Zwischenrunden-Schlappe nahmen und am Ende durch Treffer von Budak (2) und Ali Ibraim verdient den Pokal holten.



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