Sa., 30.12.2017

Fußball: 3. Liga Brief-Fauxpas bleibt für Preußen ohne Folgen

Bernhard Niewöhner wirbt für die Ausgliederung. 

Bernhard Niewöhner wirbt für die Ausgliederung.  Foto: Johannes Oetz

Münster - 

Aufgrund einer Namen-Panne beim Versand der Einladungen für die Versammlung zur Ausgliederung musste der SC Preußen die Briefe ein zweites Mal losschicken. Der Fehler ließ sich noch rechtzeitig und für den Verein ohne Mehrkosten reparieren. Eine Briefwahl ist allerdings nicht möglich.

Von Thomas Rellmann

Alle Mitglieder des SC Preußen haben in den vergangenen Tagen Post vom Verein erhalten, in der sie zur Versammlung zur geplanten Ausgliederung am 14. Januar eingeladen wurden. Sie dürften sich beim Öffnen der Briefe verwundert die Augen gerieben haben. Denn in sämtlichen Anschreiben stimmte der Vorname nicht.

Wie so etwas passieren kann? Ganz einfach: Die Geschäftsstelle hatte zwar die korrekten Listen als Excel-Datei weitergegeben, doch dann verrutschte beim mit dem Versand beauftragten Dienstleister offensichtlich eine einzelne Zeile. Allerdings mit weitreichenden Konsequenzen.

Keine Zusatzkosten

Die Folge: Um auf Nummer sicher zu gehen, wurden in dieser Woche alle Mitglieder erneut angeschrieben. Diesmal mit der richtigen Kombination der Vor- und Zunamen. Falls ein Brief nicht beim Adressaten angekommen sein sollte, wäre nach erfolgter Abstimmung theoretisch ein Einspruch möglich gewesen.

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Die Kosten für den Mehraufwand muss der SCP natürlich nicht tragen. Da der Fauxpas auch rechtzeitig auffiel, bewegte sich die zweite Sendung noch im Rahmen der Fristen.

Keine Briefwahl möglich

Erst bis Mitte nächster Woche müssen die Dokumente inklusive der Anträge zu Satzungsänderungen in den Haushalten eingetroffen sein, was den Verantwortlichen ein wenig Spielraum gab. Viele Mitglieder, die am entsprechenden Termin verhindert sind, stellten sich zuletzt die Frage, ob auch eine Briefwahl möglich ist. Dies musste der Club jedoch verneinen, da dessen Satzung diese Option nicht zulässt. Ohnehin wäre der Verwaltungsaufwand mit allen notariellen Pflichten nicht zu stemmen gewesen.

Unterdessen hat der SCP kurz vor der wegweisenden Zusammenkunft doch noch eine kleine Kampagne für die Bildung einer Kapitalgesellschaft gestartet. Zum Beispiel Sportdirektor Malte Metzelder oder Vorstandsmitglied Bernhard Niewöhner werben mit Zitatgrafiken in den sozialen Medien (Facebook, Twitter, Insta­gram) für die Zustimmung der Mitglieder. Weitere Protagonisten aus den Gremien dürften folgen.

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