Fr., 03.11.2017

Vor Gipfel gegen ALBA Bayern-Coach schwärmt von «Maestro» Reneses

Bayern-Coach Sasa Djordjevic trifft im Spiel gegen ALBA Berlin auf seinen einstigen Trainer.

Bayern-Coach Sasa Djordjevic trifft im Spiel gegen ALBA Berlin auf seinen einstigen Trainer. Foto: Andreas Gebert

ALBA Berlin vs. FC Bayern München ist das Topspiel in der Bundesliga. Es ist aber noch viel mehr. Mit Sasa Djordjevic und Aíto Garcia Reneses stehen sich zwei Trainer-Giganten gegenüber. Der Respekt ist immens. Mit den Lobeshymnen ist es nun aber erstmal vorbei.

Von dpa

München/Berlin (dpa) - Voller Hochachtung spricht Sasa Djordjevic vor dem Gipfel in der Basketball-Bundesliga von seinem Trainerrivalen Aíto Garcia Reneses.

Der Coach von Spitzenreiter ALBA Berlin sei eine «spezielle Person», ein «spezieller Coach», ein «Maestro», ein «Señor», würdigte Djordjevic den Spanier. Der Trainer des FC Bayern München ist begeistert von dem 70-Jährigen. «Ich bewundere ihn für das, was er getan hat und für das, was er noch tut.»

Djordjevic war Ende der 90er unter Reneses Spieler beim FC Barcelona. Der Serbe erinnert sich nicht nur an gemeinsame Erfolge wie den Gewinn der spanischen Meisterschaft oder des Korac Cups.

Der 50-jährige Djordjevic erinnert sich vor allem an das Auftreten und Coaching seines Gegenübers. «Er redet nicht viel, kommuniziert aber viel. Das ist der Schlüssel», erläuterte der Trainer des Tabellenzweiten. Einfach «alles» wisse Reneses. «Er ist ein echter Gentleman.» Reneses hat ebenfalls großen Respekt: «Die Serben verstehen den Basketball sehr gut und spielen sehr clever.»

ALBA gegen Bayern ist also auch ein Duell der Trainergenerationen. Es ist aber in erster Linie das prickelnde Kräftemessen der aktuell beiden besten Teams in der Bundesliga. «Sie sind einer der großen Titelfavoriten. Das wird ein großer Test für unser junges Team», meinte Berlins Flügelspieler Luke Sikma. «Wir müssen 40 Minuten unseren besten Basketball spielen, wenn wir gewinnen wollen.»

Für den Verein aus der Hauptstadt ist es nach den Siegen gegen Limoges, Bamberg und Vilnius gleich der nächste Härtetest. Nach den Belastungen der jüngsten Wochen wird es auch um mentale Frische gehen. «Bayern spielt sehr physisch, und sie machen viel Druck. Wenn man sich da ein paar Fehler zu viel erlaubt, kann das Spiel schon weg sein», sagte Manager Marco Baldi.

In den vergangenen Partien leisteten sich die Münchner keine entscheidenden Fehler. Nach sechs Pflichtspielsiegen am Stück ist das Vertrauen in die eigene Stärke groß. Djordjevic zufolge geht es am Sonntag (15.00 Uhr) auch darum, welches Team sein Konzept besser durchbringt. Berlin spiele jedenfalls «sehr physisch», «sehr temporeich» und mit Zug bei den schnellen Gegenstößen.

Ganz geduldig will Djordjevic indes bei Flügelspieler Vladimir Lucic nach einem Mittelfußbruch sein. Der 28-Jährige solle besser eine Woche später, als eine Woche zu früh zurückkommen, empfahl der Coach der Münchner. «Er ist ein guter Spieler, aber sie können das kompensieren», meinte Reneses zum Ausfall von Lucic.

Rückschlüsse aus der vergangenen Saison auf das nun anstehende Duell wollen die Berliner nicht ziehen. ALBA hechelte damals den eigenen Ansprüchen weit hinterher, der FC Bayern präsentierte sich dagegen als Spitzenteam. Am Ende scheiterten die Berliner im Playoff-Viertelfinale am Djordjevic-Team. «Aber jetzt ist das eine völlig andere Situation. Jetzt ist bei uns ein ganz anderes Selbstbewusstsein da», betonte ALBA-Kapitän Niels Giffey. «Dieses Mal begegnen wir uns auf Augenhöhe.»



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