So., 05.11.2017

Handball-Bundesliga Berliner Füchse verteidigen Tabellenführung

Bester Füchse-Werfer beim Sieg in Lübbecke: Petar Nenadic.

Bester Füchse-Werfer beim Sieg in Lübbecke: Petar Nenadic. Foto: Marijan Murat

Sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller der Handball- Bundesliga bleibt alles beim Alten. Neuigkeiten gibt es jedoch aus Gummersbach: Der frühere Meister wechselt als vierter Verein in dieser Saison den Trainer.

Von dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die Füchse Berlin haben souverän die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigt, doch für den Aufreger des Wochenendes sorgte Altmeister VfL Gummersbach.

Mit der Trennung von Trainer Dirk Beuchler reagierte der zwölfmalige Champion schon nach elf Spielen auf die sportliche Krise, die auch Vereins-Ikone Heiner Brand mächtig zusetzt. «Das belastet mich schon. Ich zittere natürlich mit», sagte Brand am Samstagabend beim SportpresseBall in Frankfurt.

Wenige Stunden zuvor hatte der VfL den bisherigen U23-Coach Denis Bahtijarevic zum Nachfolger von Beuchler befördert. Der 46 Jahre alte Bahtijarevic soll den Traditionsverein vor dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg in der Vereinshistorie bewahren.

«Die sportliche Situation und die fehlende sportliche Entwicklung der Mannschaft haben uns zu diesem Schritt veranlasst. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit Denis Bahtijarevic einen Trainer für das Profiteam gewinnen konnten, der die Mannschaft weiter entwickelt, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern», erklärte VfL-Sportdirektor Christoph Schindler.

Bahtijarevic, der die bosnische und schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, sammelte schon in der Vorsaison als Co-Trainer von Sead Hasanefendic Bundesligaerfahrungen. «Er hat in Gummersbach bereits als Spieler, Co-Trainer und Trainer verschiedener Jugendmannschaften sehr gute Arbeit geleistet und sich damit die Chance verdient, mit unserem Profiteam die gesetzten sportlichen Ziele zu erreichen», sagte Schindler.

Mit 4:18 Punkten ist der VfL derzeit Tabellenvorletzter. Dahinter rangiert nur noch Aufsteiger TuS N-Lübbecke (2:20), der am Sonntag dem Tabellenführer aus Berlin mit 21:29 (9:11) unterlag. Die Füchse, für die Petar Nenadic mit neun Toren bester Werfer war, liegen mit nunmehr 21:3 Punkten weiter vor dem an diesem Wochenende spielfreien Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen (18:2).

«Am Ende war es ein deutlicher Sieg, aber lange Zeit war ich nicht zufrieden mit der Leistung. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Einer Spitzenmannschaft darf das nicht passieren», monierte Füchse-Trainer Velimir Petkovic.

Tabellendritter bleibt die SG Flensburg-Handewitt (17:5). Der Vizemeister, der am kommenden Donnerstag zum Spitzenspiel in Berlin antreten muss, kam vor heimischer Kulisse zu einem 25:22 (12:12) gegen den TBV Lemgo. Lasse Svan war mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze beim Sieger.



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