Di., 29.12.2015

Hallenfußball: Stadtmeisterschaften 2015 SC Nienberge im Jubeltaumel: Rückkehr nach 16 Jahren

So sehen Sieger aus: Gerrit Rolwes (re.), Christian Greiner (mi.) und Jonas Bexten freuen sich über das 8:1 gegen Gremmendorf – und den Gruppensieg.

So sehen Sieger aus: Gerrit Rolwes (re.), Christian Greiner (mi.) und Jonas Bexten freuen sich über das 8:1 gegen Gremmendorf – und den Gruppensieg. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Da kann der SC Preußen Münster nichts machen: Er ist nun mal immer Favorit, wenn es in die Halle am Berg Fidel geht. Und im Fußball ist bekanntermaßen nichts schöner, als den Favoriten zu stürzen. Und das übernahm am Dienstag ausgerechnet der SC Nienberge, der sich punktgleich mit den Preußen den Gruppensieg sicherte und nach 16 langen Jahren erstmals wieder in der Endrunde steht. Respekt ...

Von Thomas Rellmann

Seit 1999, das sind satte 16 Jahre, stand der SC Nienberge nicht mehr in der Endrunde der Stadtmeisterschaft. Mehrmals scheiterte der Club ganz knapp, zwei mal sogar mit sechs Punkten.

Umso größer war am Dienstagabend die Freude, als das Team dank einer abgeklärten und taktisch hervorragenden Vorstellung das Ticket buchte – und das sogar als Gruppensieger dank eines fulminanten 8:1 gegen den längst ausgeschiedenen SC Gremmendorf. Eine Punktlandung, bei der der Gegner auch mithalf.

Fotostrecke: Hallenfußball in Münster: 2. Tag der Zwischenrunde

Den Grundstein zum Weiterkommen legte der A-Ligist am Ende vom Anfang. 19 Sekunden vor der Sirene einer ausgeglichenen Auftaktpartie gegen BW Aasee traf Jonas Bexten mit einem Pfund zum 1:0-Sieg. Es folgte ein 0:0 gegen Preußen Münster II – der Westfalenligist buchte als hauchdünner Zweiter den Finaltag.

Mit Sekt oder Selters zum Gruppensieg

Anders als in der Vorrunde agierte der SCN zunächst mit weniger Risiko, beließ Keeper Christian Greiner zwischen den Pfosten. Erst ab dem zweiten Match gegen die spielerisch natürlich hochkarätiger besetzte SCP-Reserve (0:0) zog sich Romano Severin bei Ballbesitz ein Torwart-Leibchen über, um die Angriffe mit anzukurbeln oder sogar temporär in vorderster Front zu lauern.

Re-Live

2. Tag der Zwischenrunde bei den 39. Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster - hier alle Spielverläufe zum Nachlesen.

Auf diese Weise kreierte der Außenseiter auch die besseren Chancen. Schon vor der Partie gegen den bereits ausgeschiedenen SCG hatte sich Nienberge für die Endrunde qualifiziert. Beim 8:1 ging die Sache mit dem zusätzlichen Feldspieler einmal schief. Nach dem Rückstand zog das Team die Sache aber weiter durch. „Wir hatten ja den Luxus, Sekt oder Selters spielen zu können. Super, dass unser Verein endlich mal wieder dabei ist am letzten Tag“, sagte Trainer Volker Blaszyk, seit 2001 beim SCN.

Preußen erst zum Schluss souverän

Spannung versprach das letzte Gruppenspiel der Preußen gegen Aasee, das in einem Kraftakt den SCG 3:2 geschlagen hatte, nur auf dem Papier. Die Blau-Weißen hätten einen Sieg benötigt, gerieten aber ohne viele ihrer Besten schnell mit 1:6 unter die Räder. Letztlich mühelos kam der SCP weiter. „Das 0:0 gegen Nienberge war eine Katastrophe, ansonsten alles okay“, sagte Coach Sören Weinfurtner. „Wir lernen weiter dazu, Favoriten sind aber andere.“

Gut verkaufte sich lange der Underdog dieser Viererrunde. Gremmendorf war beim 0:2 gegen den SCP nicht chancenlos und beim 2:3 gegen Aasee ganz dicht dran am Punkt. „In einigen Situationen hatten wir kein Glück“, sagte Trainer Daniel Thihatmar. So wartet der B-Ligist weiter auf die erste Endrundenteilnahme seit 1984. Soviel Geduld brauchte nicht mal Nienberge.

Noch nicht genug von den Stadtis? Dann weiter zu den Kollegen vom Heimspiel .



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