Mi., 28.12.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften UFC Münster weiter bei Rüschenpöhler-Abschied

Auf die Fußspitze kommt es an: Fabian Stelzig (l., VfL Wolbeck) gegen Ardian Osmani (ESV Münster).

Auf die Fußspitze kommt es an: Fabian Stelzig (l., VfL Wolbeck) gegen Ardian Osmani (ESV Münster). Foto: fotoideen.com

Münster - 

Spannung gefällig? Willkommen bei den Stadtmeisterschaften. In der dritten Zwischenrunde setzen sich überraschend der ESV Münster und erwartungsgemäß die Futsaler des UFC durch – doch am Ende entscheiden ein Tor und wenige Sekunden.

Von Max Keldenich

Es ist eine große Lücke, die er ins Mannschaftsgefüge des UFC Münster reist. Christoph Rüschenpöhler wechselt zur Rückrunde zu den Futsal Panthers nach Köln. Ohne seine Mitwirkung wäre der UFC bei den Stadtmeisterschaften vermutlich schon ausgeschieden. Ohnehin war das Weiterkommen eine Zitterpartie, die nur gelang, weil der VfL Wolbeck im letzten Spiel gegen Wacker Mecklenbeck ein Tor zu wenig erzielte und sich damit aus dem Turnier verabschiedete.

Es sind Spieler wie Mikhail Fedorov, die sich beim Turnier in den Vordergrund spielen und den Abgang des beidfüßigen Blondschopfs Rüschenpöhler kompensieren sollen. Im ersten Zwischenrundenspiel gegen Wacker Mecklenbeck erzielte Fedorov das erste Tor und war auch beim zweiten Treffer entscheidend beteiligt, als Mecklenbecks Torhüter Nils Berding den Ball herschenkte, nachdem Fedorov entscheidend nachgesetzt hatte. „Ich habe den Fehler vom Torwart eiskalt ausgenutzt, weil ich in der Szene sehr aggressiv war“, erklärte der gebürtige Russe.

Fotostrecke: 1. Zwischenrunden-Tag der Stadtis 2017

Ob Fedorov seinen Mannschaftskollegen Rüschenpöhler tatsächlich ersetzen kann, bezweifelt er allerdings. „Christoph ist ein toller Spieler. Es ist ein Genuss, mit ihm zusammenzuspielen“, verriet Fedorov. Er selbst war in dieser Saison nur selten für den UFC am Ball, da er seine Fußballschuhe auch für die DJK Eintracht Coesfeld schnürt, wo er als Spielmacher die Fäden zieht. Fedorov ist gelernter Ingenieur und studiert seit über einem Jahr Deutsch in Münster . „Ob ich hier bleibe oder zurück nach Russland gehe, weiß ich noch nicht“, sagte er.

Enttäuschend endete das Turnier für Wacker Mecklenbeck. Sven Lewandowskis Mannschaft schied mit drei Niederlagen abgeschlagen aus. „Wir haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen und einfach schlecht verteidigt“, meinte Lewandowski.

Negative Auswirkungen auf den Rückrundenverlauf befürchtet er aber nicht. „Letztes Jahr waren wir im Halbfinale und sind abgestiegen. Jetzt läuft es vielleicht anders herum“, so Lewandowski, der mit Wacker um den Wiederaufstieg in die Bezirksliga kämpft.

Nach einer bescheidenen Hinrunde mit lediglich fünf Zählern und dem letzten Tabellenplatz in der A-liga war das Weiterkommen des ESV Münster nicht unbedingt erwartet worden. Im letzten Spiel trotzte der ESV dem favorisierten UFC ein Remis ab und zog sogar als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein.

Auch ein Verdienst des Spielers des Tages: ESV-Keeper Mario Pires dos Santos. „Wir hatten das Glück auf unserer Seite. Jetzt haben wir ein bisschen Euphorie entfacht“, meinte Trainer Markus Winkels, der auf weitere Überraschungen im Turnierverlauf hofft.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4525971?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2945069%2F