Mi., 28.12.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Nienberge festigt Liebe zum Hallenkick

Nicht nur an der Bande wurde es eng: Edgar Krieger (l.) vom Titelverteidiger BSV Roxel tat sich zunächst schwer – hier im Duell mit Gelmers später verletzten Denny Reiners.

Nicht nur an der Bande wurde es eng: Edgar Krieger (l.) vom Titelverteidiger BSV Roxel tat sich zunächst schwer – hier im Duell mit Gelmers später verletzten Denny Reiners. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Drei Spiele, drei Siege: Der SC Nienberge überraschte schon bei der 39. Auflage der Stadtmeisterschaften im vergangenen Jahr und setzte bei der Jubiläumsveranstaltung noch einen drauf. Unter anderem bezwang der SCN Vorjahressieger BSV Roxel ...

Im Vorjahr setzten der SC Nienberge und GW Marathon als Außenseiter mit einer jeweils unkonventionellen Spielweise Maßstäbe in der Zwischenrunde. Am Mittwoch schrieben beide Teams wieder Geschichten für sich, aber nur der SCN erreichte die Zulassung für den Endrundentag. Neben dem A-Ligisten setzte sich Westfalenligist Roxel durch. A-Ligist GW Gelmer schied wie B-Ligist Marathon aus.

Rashid Hassanzadeh-Ashrafi gelang anders als 2015 so gut wie gar nichts. Sehr unglücklich war die Videobotschaft des eigensinnigen Marathon-Dauerbrenners vor der abschließenden Partie gegen Roxel. „Jedes Jahr das Gleiche mit den Schiedsrichtern“, schimpfte er, der am Mittwoch alles traf – nur das Tor nicht.

Fotostrecke: 1. Zwischenrunden-Tag der Stadtis 2017

Roxel, das sich beim 0:2 gegen Nienberge maßlos über zwei Zeitstrafen gegen Feldspieler Patrick Gockel und Torsteher Patrick Beyer ärgerte, bestrafte Marathon mit einer 5:0-Packung. Damit schoss der BSV mehr als den benötigten Drei-Tore-Vorsprung heraus und schob Marathon endgültig die Rolle des schlechten Verlierers zu. Um den Titel zu verteidigen, wird sich der BSV aber steigern müssen.

Nienberges Spiel, das mit Romano Severin als fliegendem Torhüter mehr auf Teamwork ausgelegt ist als das von Marathons Einzelkönnern, machte uneingeschränkt positiv auf sich aufmerksam. „Wir müssen sehr breit stehen und viel kommunizieren“, erklärte Co-Trainer Lukas Bögemann die riskante Spielweise seiner Truppe bei eigenem Ballbesitz.

Nienberge spulte bei drei überzeugenden Siegen alles ab: Kampf gegen Marathon, spielerische Finesse gegen Roxel und Nervenstärke im abschließenden Duell mit Gelmer.

Wegen der ungünstigen Konstellation hätte der SCN mit sechs Punkten sogar ausscheiden können, hielt den Gegner, der einen Sieg mit zwei Toren Differenz brauchte, aber gut in Schach. Ohne seinen besten Hallenspieler Max Hoffmann blieben die Gelmeraner, bei denen sich Denny Reiners wohl schwerwiegender verletzt hat, letztlich harmlos. Dagegen überzeugte Severin auch als Schnapper, als sich der gelernte Greifer Christian Greiner verletzte. Im Angriff machte Jonas Bexten die entscheidenden Buden. Dieses Rezept bescherte den Nienbergern eine zünftige Kabinenparty. Auf eine erneute Parallele zum Vorjahr kann das Ensemble von Lukas Bögemann und Volker Blaszyk verzichten: In der Endrunde schnell auszuscheiden.



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