Do., 29.12.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Furioses Finale für die Macher

Kaum wegzudenken: Helmut Ossenbeck (M.) auf seinem Stammplatz zwischen Helmut Götz (l.) und (Nachfolger?) Christian Wielers (r.) – hier im Gespräch mit Daniel Graffe.

Kaum wegzudenken: Helmut Ossenbeck (M.) auf seinem Stammplatz zwischen Helmut Götz (l.) und (Nachfolger?) Christian Wielers (r.) – hier im Gespräch mit Daniel Graffe. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Helmut Ossenbeck versucht es. Auch, wenn es schwer ist, das Beste aus 39 Stadtmeisterschaften in der Jubiläumsauflage noch zu toppen. Aber mit einem Best-of könnte es funktionieren ...

Von Thomas Rellmann

Die Endrunde der Stadtis ist an sich schon ein Garantieschein für spektakuläre Momente. Die 40. Auflage an diesem Freitag dürfte das gewohnte Bild aber noch mal übertreffen. Es ist schließlich nicht nur ein runder Geburtstag, sondern auch das Finale für einige der großen Macher aus den Reihen des Ausrichters 1. FC Gievenbeck .

Wie etwa Helmut Ossenbeck , den langjährigen Chef-Organisator und kultverdächtigen Hallensprecher. Er und Hermann Holtmanns­pötter sowie Detlev Born hören nun auf – allesamt nach 40 Jahren. So lange ist sonst nur Ex-Präsident Alois Lutz dabei. Manfred Lauhoff, der Discjockey im Schatten der Turnierleitung, nimmt ebenfalls Abschied.

Fotostrecke: 2. Zwischenrunden-Tag der Stadtis 2017

„DJ Manni“ spielt in diesem Jahr noch mal ein „Best of“ aus 40 Jahren. Der berühmte Torbonus ist 2016 variabel und reicht von „ Barbie Girl“ und „Atemlos“ bis zu „Will Grigg‘s on fire“. Am Einlass bekommen Holtmannspötter und Born akustisch noch eine Menge mit. Viele Spiele sehen die beiden fleißigen Herren dagegen nicht. Sie regeln die Dinge an der Hallentür, bis ein, zwei Stunden vor dem letzten Anstoß die Kasse schließt.

Ein Stabwechsel hat in diesem Jahr schon stattgefunden. Christian „Lüde“ Wielers ist für Björn Thewes, der über 25 Jahre lang zum Kompetenzteam gehörte, in die Turnierleitung gerückt. „Lüde“ soll auch eine sehr prägnante Stimme haben ...

Zu Ehren all dieser Männer und zur Unterhaltung des Publikums laufen also nun am Finaltag zahlreiche einstige „Stars“ vom Berg Fidel auf. „Ob es Legenden sind, weiß ich nicht. Aber sie haben unserem Turnier in den vergangenen 40 Jahren den Stempel aufgedrückt“, sagt Ossenbeck. 24 frühere Hallenexperten sollen vor dem Endspiel Spalier stehen anstelle der Jugendkicker, die diesen Job sonst verrichten.

Schmankerl sickerte durch

Namentlich erwartet werden Werner Richter, Ludger Kniesel, Heiner Lause, Uwe Pieper, Franz-Josef Pieper, Imans Bekmanis, Manfred Tenkhoff, Detlef Hagemann, Marcus Gerdemann, Detlev Utta, Gundolf Lorenz, Matthias Klose, Detlef Hunsche, Lars Anfang, Jürgen Hummelt, Uwe Leifeld, Heinz Jörling, Erik Breitmeier, Matthias Gerigk, Dirk Winter, Yannick Albrecht und Rekord-Gewinner Sven Martin.

Schweren Herzens absagen mussten die Urlauber Klaus Filbry, Roland Klein, Oliver Logermann, Matthias Röwekamp und Christian Welling. Angesprochen wurden nur Akteure, die nicht mehr aktiv (in Münster) sind – sonst wäre etwa ein Michael Fromme (TuS Hiltrup) natürlich gesetzt gewesen. Gesetzt ist allerdings das Trainergespann: Thomas und Andreas Höppner bringen gemeinsam so viel Stadti-Expertise aufs Parkett, dass kaum ein Weg an ihnen vorbeiführte.

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Und noch ein Schmankerl sickerte in den vergangenen Tagen durch. In den letzten Gruppenspielen der Endrunde und dann natürlich auch im Halbfinale und Finale wird der Torbonus erstmals live erzeugt. Diese Aufgabe übernimmt der Stadt-Fanfarenchor, der sich hinter dem nördlichen Tor postiert. „Die Puste wird reichen, da bin ich mir sicher“, sagt Ossenbeck. Es könnte ein denkwürdiger Abend werden. Gerade, aber nicht nur für ihn.



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