Fr., 30.12.2016

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Die pure Begeisterung

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften : Die pure Begeisterung

Christoph Blesch und Damian Hallas vom Sieger TuS Hiltrup mit dem Pokal. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Der Einzug der Gladiatoren bildete den passenden Rahmen für das große Finale, das ein großes Jubiläumsturnier würdig abschloss: Und die 40. Hallenstadtmeisterschaften bekamen mit dem TuS Hiltrup auch einen würdigen Sieger.

Von Jürgen Beckgerd

Es war wie Weihnachten und Silvester an einem Tag: Die Endrunde der 40. Stadtmeisterschaften war ein Fußball-Feiertag in der Sporthalle Berg Fidel. Spannung, Stimmung, manchmal sogar große Fußballkunst vor begeisterten Zuschauern in der pickepackevollen Halle. Die Zuschauer schlugen sich mal auf diese, mal auf jene Seite.

Die Begeisterung auf den Rängen war ein ganz wesentlicher Faktor dieser Jubiläumsmeisterschaften. Und das Publikum bekam, was es wollte: das Duell zweier Top-Topfavoriten im Finale. Da standen sich der sechsmalige (zuletzt 2013) Stadtmeister Hiltrup gegen den neunmaligen Titelträger SC Preußen Münster gegenüber. Der TuS sicherte ich die Krone in einem packenden Endspiel. Mit 3:0 gewann der Westfalenligist am Ende einer tollen Partie gegen den Liga-Konkurrenten.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: Finaltag

„Wir wollten nicht zum dritten Mal gegen die Preußen verlieren“, sagte der Sportliche Leiter des TuS, Ralf Neuhaus und erinnerte an die beiden Schlappen zuvor in der Zwischen- und Endrunde. Norbert Bothen, der die Mannschaft zusammen mit Jens Könemann coachte, jubelte: „Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Am Ende war‘s verdient.“ Und Michael Fromme konnte einfach nur triumphieren: „Wir sind mega-glücklich“. Und, mit einem Augenzwinkern: „Wir haben aus den Fehlern zuvor gelernt“.

Fromme, der Spieler des Turniers, Aaron Schölling und Aljoscha Kottenstede hatten die finalen drei von insgesamt 304 Tore dieser Titelkämpfe erzielt.

Kein böses Wort vom Preußen-Trainer, im Gegenteil: „Wir haben es riesig gut gemacht. Schade, das erste Tor fiel viel zu früh. Danach hat Hiltrup sein Ding durchgezogen“, analysierte Kieran Schulze-Marmeling vom SCP. Etwas Bitter: Die Preußen verlassen die Halle nun schon zum dritten Mal hintereinander als Zweiter.

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Gänsehautstimmung zu Beginn: Mit einer tollen Lightshow und unter Escorte von 20 ehemaligen Stadtmeisterschafts-Kickern zogen die Finalisten ein. „Eye of the Tiger“ dröhnte aus den Boxen, das Stadtfanfaren-Corps blies, was das Zeug hielt. Licht aus, Wunderkerzen an: die Show, ach was, eine herrliche Inszenierung begann. „The Final Countdown“. Noch mal zur Einstimmung.

Spannung pur war bereits in den Endrundenspielen angesagt: Da zog der bravouröse A-Ligist SC Nienberge (1994 schon mal im Finale und damals Zweiter) ins Halbfinale ein, und scheiterte gegen die Preußen erst im Neunmeterschießen. Derweil zitterte sich der Turniersieger gegen den BSV Roxel weiter. Das 0:0 war an Dramatik kaum zu überbieten. BSV-Trainer Stefan Zurfähr spielte den Gelassenen: „Schade, ich währe gerne ins Halbfinale eingezogen“.

Dort tummelten sich dann andere: Im Spiel auf Messers Schneide zwischen dem TuS und Gievenbeck behielten die Hiltruper mit 3:1 die Oberhand, Am Ende triumphierten sie



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