Do., 05.01.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften U 17 des SC Preußen stürzt Nullacht im packenden Finale vom Thron

So jubelte der Favorit: Die Preußen setzten sich in einem packenden Finale gegen den Vorjahressieger SC Münster 08 mit 3:2 durch.

So jubelte der Favorit: Die Preußen setzten sich in einem packenden Finale gegen den Vorjahressieger SC Münster 08 mit 3:2 durch. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Was für ein Krimi im Finale. Nach einer packenden Partie hieß der Sieger SC Preußen. Der Westfalenligist setzte sich gegen den SC Münster 08 mit 3:2 durch. Der Titelverteidiger ließ kurz vor Schluss die Riesenchancen zum Ausgleich sausen.

Von Max Keldenich

Viele Zuschauer zückten ihre Smartphones, als der große Moment des Tages bei den B-Junioren gekommen war. Mit dem musikalischen Klassiker „The Final Countdown“ der Rockband „Europe“ wurden die Akteure des SC Münster 08 und des SC Preußen in der Halle begrüßt. Es waren zwei Favoriten, die im Kampf um die Krone ganz vorne erwartet wurden. Am Ende hieß der Sieger Preußen, der sich im Finale knapp 3:2 durchsetzte. „Es war ein überragendes Endspiel. Am Ende hat die glücklichere Mannschaft gewonnen“, so Trainer Frank Ehlers , der Chefcoach Martin Kastner vertrat, in aller Bescheidenheit.

Das entscheidende Tor markierte ausgerechnet Paul Reichelt , der einige Zeit auch für den Vorjahressieger seine Schuhe geschnürt hatte. Dabei hatte Nullacht im Spiel leichte Vorteile und war durch Yannek Lubitz und Tilo Gadau jeweils in Führung gegangen. All dies war am Ende nur für die Statistik, da die Adlerträger durch Cebrail Demir und Robin Glinka ausglichen. Reichelt erzielte den Siegtreffer, den Lubitz nicht mehr kontern konnte. Bei einem Neunmeter nach einem Foul an Burinyuy Nyudine scheiterte er kurz vor Schluss an Torhüter Tom Breuers.

In der Gruppenphase der Endrunde waren die großen Überraschungen ausgeblieben. Knapp schied das starke Team Borussia Münster aus, das das entscheidende Spiel gegen den 1. FC Gievenbeck mit 2:4 verlor. Ein Punkt hätte zum Weiterkommen gereicht, doch Trainer Luc Liedtke war nicht unzufrieden: „Man hat in den entscheidenden Momenten den Leistungsunterschied zwischen den Ligen gesehen“, sagte er. So blieb einzig Wacker Mecklenbeck als krasser Außenseiter übrig, der im Semifinale allerdings an Preußen Münster scheiterte (1:7). Nullacht hatte sich gegen den 1. FC Gievenbeck mit 5:1 durchgesetzt.

Beim Titelverteidiger stand vor allem Burinyuy Nyudine im Blickpunkt, der sich die Torjägerkanone am Ende mit Cyrill Akono von den Preußen teilte, der ebenfalls sieben Treffer erzielte. Nyudine ist erst seit dem 1. November 2016 spielberechtigt, da er wegen seines Wechsels von Westfalia Kinderhaus an den Kanal gesperrt wurde. Der kleine Stürmer begeisterte mit Tempo, Beweglichkeit und Abschlussstärke. „Er braucht Platz für sein Spiel. Mit seiner Schnelligkeit ist er auch ein Mann für den Flügel“, meinte sein Trainer Jan-Niklas Niehoff.

Mit anderen Qualitäten fiel Akono auf, der wie Nyudine afrikanische Wurzeln hat. Akono ist wegen seiner physischen Präsenz eigentlich kein idealer Spieler für die Halle. „Er ist ein kompakter Stoßstürmer mit gutem Auge“, sagte Ehlers über seinen Schützling, der beim FC Schalke 04 ausgebildet wurde. Von ihm und dem Team erwartet Ehlers in der Rückrunde weiterhin konstant gute Leistungen im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg.



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