Do., 05.01.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Ausrichter Gievenbeck triumphiert über Sensationsteam Nienberge

Zum allerletzten Arbeitstag von Helmut Ossenbeck am Mikro der Stadtmeisterschaften schenkte ihm die A-Jugend des 1. FC Gievenbeck noch einen Glücksmoment. Der Westfalenligist holte den Pott für den Ausrichter.

Zum allerletzten Arbeitstag von Helmut Ossenbeck am Mikro der Stadtmeisterschaften schenkte ihm die A-Jugend des 1. FC Gievenbeck noch einen Glücksmoment. Der Westfalenligist holte den Pott für den Ausrichter. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Das Sensationsteam wurde erst im Finale gestoppt. Der SC Nienberge hatte zuvor die Preußen rausgekegelt und dem Turnier der A-Junioren den Stempel aufgedrückt. Doch dann kam im Endspiel der 1. FC Gievenbeck und war doch eine Nummer zu groß. Mit 3:1 behielt der Ausrichter die Oberhand.

Von Thomas Austermann

Die 39. Austragung der Stadtmeisterschaft für A-Junioren sah statt des Gewinners der letzten beiden Jahre, den SC Münster 08, die Kicker des 1. FC Gievenbeck vorne. Mit 3:1 besiegte der Westfalenliga-Fünfte den SC Nienberge aus der Leistungsliga, die Sensationsmannschaft schlechthin.

FCG-Trainer Kay Göttsch wurde überrascht vom Leistungsvermögen seiner zuvor nicht brillanten Auswahl. „Ich habe nicht viel erwartet, aber die Jungs haben alles geliefert“, sagte der Routinier. „Wir hatten eine schwere Gruppe und haben es auch noch geschafft, das schwerste Spiel gegen den Außenseiter anzunehmen.“

Im finalen Abtausch war die zehnköpfige Truppe von Trainer Gerrit Rolwes dann körperlich am Ende. Kein Wunder. „Nach dem Halbfinale und dem Einlauf zum Endspiel hatten wir unsere Höhepunkte schon erlebt. Danach erneut hochzufahren, ist für unsereins extrem schwierig“, sagte der stolze Coach, dessen Truppe bestens harmonierte, einen guten Plan umsetzte und immer wieder die richtigen Leute in Szene setzte.

Der SCN hatte im Halbfinale beim 5:4 (2:2) gegen den SC Preußen nicht alleine vom Punkt aus die besseren Nerven, denn nach dem 0:2-Rückstand gegen den Bundesligisten bäumte sich der Underdog charakterlich top auf. Dann fischte Keeper Ole Niehoff zwei Neunmeter, Adlerspieler Ali Ibraim traf nur an die Bande. „Wir waren mit dem Vorsprung im Rücken zu lässig“, fand Preußen-Trainer Cihan Tasdelen. „Nienberge verdient unseren Respekt. Die Jungs haben unberechenbar und ansehnlich gespielt.“

Der erstmals genutzte, weil verbandsseits vorgeschriebene Futsalball veränderte das spielerische Klima des Turniers zum Positiven. Mit dem sprungreduzierten Rund lässt man das wuchtig-derbe Schießen besser sein und stellt das Lauf- und Passspiel in den Mittelpunkt aller Bemühungen.

Der „Hammer“ war die Endrundengruppe Nummer 2, denn die sah ausnahmslos überkreisliche Teams im Wettbewerb. Erstes prominentes „Opfer“ in der leistungsstärkeren Gruppe wurde die Borussia aus dem Geistviertel, die schon nach dem 1:4 gegen Gievenbeck und dem 1:3 gegen Landesligist SC Münster 08 raus war. Der FCG bekam sein Gruppenfinale gegen die Kanalkicker und kam mit dem 1:1 weiter. Nullacht-Trainer Julian Wiedenhöft sah seine Jungs kaum einmal das Potenzial abrufen. „Wir haben auf anderen Turnieren vorab überzeugt, aber hier war der Wurm drin – von vorne bis hinten. Es fehlte jedes Selbstvertrauen, das hat mich überrascht.“ In Gruppe 1 wurde Leistungsligist Westfalia Kinderhaus vom 1:3 gegen den Klassenrivalen Wacker Mecklenbeck und dem 1:2 gegen Kreisligist VfL Wolbeck ausgebremst. Wackers Liga-Gegner Nienberge knüpfte an seine starken Vorstellungen der Vorrunde an, aber Mecklenbeck blieb ungeschlagen, ehe es später am FCG scheiterte.



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