Mi., 27.12.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften in Münster Punktlandung für die Nordlichter

Glück gehabt: Steffen Koch (rechts) und GW Gelmer haben die Zwischenrunde erreicht. Den dreifachen Torschützen Colin Geske ereilte mit dem SC Gremmendorf das Aus.

Glück gehabt: Steffen Koch (rechts) und GW Gelmer haben die Zwischenrunde erreicht. Den dreifachen Torschützen Colin Geske ereilte mit dem SC Gremmendorf das Aus. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Am Ende wurde es noch mal richtig spannend in den Gruppen E und F, es war Kampf um Sekunden. Der 1. FC Gievenbeck und der SC Sprakel sowie der SC Nienberge und GW Gelmer lösten letztlich die Tickets für die Zwischenrunde.

Von Thomas Rellmann und André Fischer

Erwartungsgemäß unbeschadet übersprang der Ausrichter seine Auftakthürde. Der FCG tat sich anfangs etwas schwer, leistete sich ein paar Flüchtigkeitsfehler und ging insgesamt mit einem extrem offensiven Keeper Nico Eschhaus ein gewisses Risiko ein. Doch die individuelle Klasse ließ nie Zweifel am Weiterkommen zu. Das zweite Zwischenrundenticket machten zum Finale der Gruppe E A-Ligist Eintracht und C-Ligist Sprakel unter sich aus. Der Underdog drehte in einem Wahnsinnsspiel nach 0:3-Rückstand das Ding noch und siegte mit 4:3.

Eher glücklos agierte diesmal ein Dauerbrenner der Titelkämpfe. Der Klub Mladost war als kleiner Verein seit 1989 mit nur einer Ausnahme immer dabei. 1978 gegründet als jugoslawisches Team, besteht der Kader heute aus vielen Nationalitäten, einen Großteil bilden Deutsche, aber auch der Balkan ist noch gut vertreten. Während andere ausländische Vereine wie NK Adria, Centro Italiano, FC Roma, Afro Latino oder KF Kosova längst von der Bildfläche verschwunden sind, spielt Mladost in der Kreisliga B1 als Neuling und aktueller Sechster eine gute Rolle.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: 2. Vorrunden-Tag

„Wir sind eine Multikultitruppe mit vielen Studenten und bekommen fast alle Spieler über Mundpropaganda. Ich glaube, es ist für die Stadt gut, dass ein Verein wie unser existiert“, sagt Trainer Tom Feuerstacke. „Dazu gehört aber auch viel Leidenschaft und Ehrenamt.“ In der Halle gelang drei Mal (1980, 2009, 2010) der Sprung in die Zwischenrunde. Diesmal war nach drei Niederlagen früh Schluss.

Knappe Entscheidung

Ganz eng war das Rennen in der Gruppe F. 2016 ging der SC Nienberge auf eine lange Reise, die erst im Halbfinale durch das 3:4 in der Verlängerung gegen Preußens zweite Garde endete. Dritter, so gut war der A-Ligist niemals zuvor. Scheinbar inspiriert durch diesen Auftritt erledigte das Team von Trainer Lukas Bögemann seine Hausaufgaben in der Gruppe F sehr sorgfältig.

Ein Indiz dafür waren die Siege gegen Centro Espanol (2:1) und den SC Gremmendorf (3:1). „Jetzt wollen wir den Gruppensieg“, merkte der Coach an. Und musste nach dem letzten Akt um eben jenen zittern. Das 2:3 gegen GW Gelmer bedeutete zunächst nur den Einzug in die Zwischenrunde. Das herrliche Siegtor für den A-Liga-Spitzenreiter durch Tim Schwarz fiel ganz spät und war eminent wichtig.

Live aus der Halle Berg Fidel

Stadtis 2017:   Liveticker vom 2. Vorrunden-Tag

Die Entscheidung musste im Duell zwischen Centro Espanol und dem SC Gremmendorf fallen. Während die Spanier zuvor beide Partien abgeben mussten, konnte sich der SCG zumindest mit einem 2:0 gegen Gelmer rühmen. Aber ein klarer Sieg war aufgrund der Tordifferenz Pflicht. Sebastian Peisker legte sein Veto ein, brachte Espanol in Front.

Jetzt wurde es ungleich schwerer. Sebastian Baumeister schürte mit seinem Ausgleich die Hoffnung, ehe Bernhard Pfaff abermals mit dem 2:1 für den C-Ligisten dazwischengrätschte. Nils Wegmann und Colin Geske drehten das Ding dann doch – aber ein Tor zu wenig für Gremmendorf, das einiges liegenließ und Gelmer den Vortritt lassen musste. Eine wahrhaft enge Kiste.

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