Fr., 29.12.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Nach Zwischenrunden-Auftakt: Erste Finalisten ermittelt - Wacker überglücklich

Spieler des Tages und  großer Rückhalt der Wacker-Kicker: Torhüter Nils Berding (M.) hält, was zu halten ist im Spiel gegen Hiltrup.

Spieler des Tages und  großer Rückhalt der Wacker-Kicker: Torhüter Nils Berding (M.) hält, was zu halten ist im Spiel gegen Hiltrup. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Über 300 Tore, rund 4700 Zuschauer bislang: Die Titelkämpfe unterm Hallendach am Berg Fidel machen weiterhin Spaß. Auch und vor allem am spannenden Zwischenrundentag am Donnerstagabend.

Von Thomas Austermann und Jürgen Beckgerd

Vorjahressieger TuS Hiltrup gab mal gleich eine Standortbestimmung ab und gestaltete den Auftakt zweistellig. Beim 2:10 war Portu Münster um die vier Ligen, die die beiden Kontrahenten in der Saison trennen, schwächer. Was das anschließende 1:1 zwischen Westfalia Kinderhaus und Wacker Mecklenbeck wert war? Nach dem hochdramatischen 4:5 der Westfalia gegen Hiltrup war der TuS bereits fest in der Endrunde, aber Portu mit seinen technisch feinen Spielern plötzlich das Zünglein an der Waage.

Wacker erledigte die Aufgabe spät beim 4:1 gegen den klassentieferen Gegner. Torverhältnis? Ja klar, Hallenfußball ist immer auch Mathematik. Mit dem 4:1 gegen Portu im Rücken hatte Wacker alles in der Hand vor dem Spiel gegen den TuS, führte auch schon mit 2:0, dann mit 2:1 nach Schöllings Anschlusstreffer, hatte plötzlich den Gruppensieg im Blick – und kniff dem Schicksal ein Auge zu: Der A-Ligist setzte sich als Spitzenreiter vor Hiltrup durch. Kinderhaus und Portu müssen am Wochenende zuschauen.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: 1. Zwischenrunden-Tag

Wacker-Trainer Sven Lewandowski musste sich erst mal sammeln: „Das war fantastisch von unserer Truppe. Wir haben gegen zwei sehr starke Gegner in der Gruppe (Kinderhaus und Hiltrup) spielen müssen und uns trotzdem durchgesetzt,“ sagte der Coach. „Ich bin überglücklich“.

Prominente Kicker am Ball

Wer hätte vor Jahren gedacht, dass zwei gestandene Profis auf dem Hallenparkett ihre Visitenkarte abgeben? Nur, dass diesmal kein Applaus bei der Vorstellung der Spieler von den Rängen kam. – Der Ruhm verblasst eben schnell. Kevin Schöneberg (Westfalia Kinderhaus) und Mehmet Kara (SCP-Zweite) spielten am Donnerstag zwar nicht gegenein­ander, aber früher zusammen beim Drittligisten Preußen Münster. Auch ein Beleg für die Qualität der Titelkämpfe am Berg Fidel. Immerhin: „Mehmet Kara, Fußballgott“, verneigte und erinnerte sich Hallensprecher Christian Wielers bei mancher Tordurchsage.

In der Gruppe II hatte Preußen Münster II in der Gruppe II zunächst die Ruhe weg, spielte zum Auftakt gegen den frechen VfL Wolbeck abgeklärt und hatte den Bezirksligisten nach der Hälfte der Spielzeit und anfänglichem 1:1 abgekocht. Das späte 6:1 war nicht unbedingt eine Demonstration, dafür wehrte sich die Fetsch-Truppe zu gut.

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Es war aber ein Beleg dafür, was der Rekordmeister in der Halle noch so vorhat im weiteren Turnierverlauf. „Wir haben extrem offensiv aufgestellt“, sagte Preußens Hallen-Trainer Kieran Schulze-Marmeling. „Im Spiel mit Ball ist das schon gut, im Spiel gegen den Ball gibt‘s noch Luft nach oben“. Eine Warnung an die Endrundengegner, mochte man meinen. Die Preußen waren nach dem 5:2 gegen Handorf „durch“.

Und weil Handorf gegen BW Aasee 3:1 gewann, kam das direkte Aufeinandertreffen der beiden Bezirksligisten Aasee und Wolbeck für beide einem vorgezogenen Endspiel gleich. Und was für eins: Nach zwei Toren in 27 Sekunden setzte sich Wolbeck durch und blieb durch das 3:2 im Rennen – Aasee musste die Sachen packen.

Re-Live

Hier der Verlauf des  1. Zwischenrunden-Tag zum Nachlesen.

„Ein Endspiel gegen Handorf“ kommentierte daraufhin Wolbecks Coach Louis Fetsch das finale Aufeinandertreffen eines spannenden Zwischenrundentages. Das ebenso endete: Mit einem 2:2, das dem TSV am Ende reichte.

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