So., 31.12.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Preußen sammeln Titel und Sympathien an einem fabelhaften Endrundentag

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften: Preußen sammeln Titel und Sympathien an einem fabelhaften Endrundentag

Im Kreise seiner erfolgreichen Mannschaft: Mehmet Kara (M.) Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Die Jubelarien wollten am Samstagabend gar kein Ende nehmen am Berg Fidel. Natürlich, Preußen Münster als neuer Stadtmeister stand im Fokus der Feierlichkeiten. Doch auch Wacker Mecklenbeck und der sensationelle Zweite Borussia Münster mit dem erst 28-jährigen Coach Yannick Bauer langten voll zu und bekamen reichlich Beifall.

Von Thomas Rellmann und André Fischer

3317 Besucher kamen am letzten Tag in die Halle. Und sie wurden nicht enttäuscht. Großartige und spannende Spiele boten die Protagonisten. Die Organisatoren des 1. FC Gievenbeck konnten sehr zufrieden sein. Mit sich selbst sowieso, aber auch mit dem Zuspruch. Selbst wenn insgesamt 10.152 Zuschauer etwas weniger als zuletzt waren.

Zum besten Spieler des Turniers wurde Tim Herrmann von Borussia gewählt, bester Keeper war Stephan Tantow vom SCP, der im Halbfinale gegen den BSV Roxel zwei Neunmeter gehalten hatte. Alles überstrahlte allerdings Luca Steinfeldt, der 16 Mal traf und als bester Torschütze ausgezeichnet wurde. So oft hatte erst ein Kicker bei dem Turnier getroffen: Franz-Josef "Scotty" Pieper 1986 in Diensten des SC Preußen.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: Finaltag

Überhaupt fielen so viele Treffer wie noch nie. 437 insgesamt. Selbst inklusive Qualifikation, die ja inzwischen entfällt, wurde dieser Wert nie zuvor erreicht. Christian Wielers, der eine starke Premiere als Hallensprecher lieferte, nickte dazu glücklich. Er wusste: Der neue Futsal-Ball hat sich rentiert.

Hier Stimmen von Finalteilnehmern:

Yannick Bauer (Trainer Borussia): "Dass wir noch mal so ein Finale hinlegen, nachdem wir schon richtig kaputt waren, ist unbeschreiblich. So ein Ding, dazu die Fans - unglaublich, ein Riesenkompliment! Wir wussten, dass wir in der Halle in einen Flow kommen können. Natürlich träumt man da schon mal, aber jetzt ist keiner traurig. Und ich kann ja eigentlich auch nicht gleich in meinem ersten Cheftrainer-Jahr Stadtmeister werden."

Luca Steinfeldt (SCP): "Ich hatte zwar im Heft gelesen, dass irgendwann mal 16 Tore geschafft wurden, aber das hatte ich nicht im Hinterkopf. Ich habe mir in der Zwischenrunde, glaube ich, den Zeh gebrochen. Die Trainer wollten auch gar nicht, dass ich weiterspiele, aber ich hatte einfach Bock. Wir sind so eine geile Truppe. Auch ein Mehmet Kara, der ja so viel erreicht hat, will unbedingt gewinnen. Nach unserem Sieg beim Ausber-Cup hat er gesagt: Feiert nicht so viel, wir wollen in Münster gewinnen."

Mehmet Kara (SCP): "Ich hatte hier vorher noch nie zugeschaut. Die Jungs hatten in der Kabine gesagt, dass es fantastisch ist. Aber sowas habe ich echt noch nie erlebt. Ich wollte hier niemanden schwindlig spielen, ich wollte den Titel, nachdem die Mannschaft in den letzten beiden Jahren das Finale verloren hatte. Meinen Hut ziehe ich aber vor Borussia. Die Mannschaft ist Wahnsinn und gehört nicht in die Kreisliga A.

Kieran Schulze Marmeling (Co-Trainer SCP): "Die Jungs haben völlig verdient gewonnen. Dass man in drei Tagen auch mal einen Durchhänger hat, ist ja klar. Aber ansonsten hat das Team so super gespielt und so viel Bock gehabt. Alle haben viel reingesteckt, das war ja auch mal anders. Trainiert haben wir in der Halle gar nicht, wir brauchten auch mal Pause. Aber beim Ausber-Cup haben wir uns gut eingeschossen."

Sören Weinfurtner (Coach SCP): "Ich habe ganz bewusst Kieran das Coachen überlassen. Es war so oder so ein geiler Tag, ein super Turnier von uns. Borussia hat uns am Ende in einem hervorragenden Spiel alles abverlangt."

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