Mi., 30.11.2016

Volleyball: Damen-Bundesliga USC-Defizite bei der Eigenfehler-Quote und im Service

Jennifer Keddy (rechts) wartet noch auf ein Signal der medizinischen Abteilung. USC-Trainer Andreas Vollmer hofft, die US-amerikanische Mittelblockerin am Samstag im Auswärtsspiel in Aachen einsetzen zu können.

Jennifer Keddy (rechts) wartet noch auf ein Signal der medizinischen Abteilung. USC-Trainer Andreas Vollmer hofft, die US-amerikanische Mittelblockerin am Samstag im Auswärtsspiel in Aachen einsetzen zu können. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Analyse läuft. Nicht nur die vielen Krankheitsfälle führten zum 0:3 des USC Münster gegen Vilsbiburg am Sonntag. Zum Beispiel gibt es auch Defizite im Aufschlag und in der Eigenfehlerquote. Dennoch ist Trainer Andreas Vollmer weiter Optimist.

Von Wilfried Sprenger

Bei den Trainingseinheiten der USC-Damen wird auch eine Anwesenheitsliste geführt. Coach Andreas Vollmer musste dort zuletzt reichlich Fehlmeldungen notieren. Ein ­Virus schlich sich ins Volleyball-System. Auch als Folge dessen ging das Bundesliga-Heimspiel der Unabhängigen vergangenen Sonntag gegen Vilsbiburg sehr glatt 0:3 verloren. Münster fehlte die Energie. Langsam strömt sie nun zurück.

Am Dienstag hatte Vollmer wieder zehn Spielerinnen im Training. Nur Jennifer Keddy war noch mit einem Sportverbot belegt. Der Trainer hat trotzdem Hoffnung, dass die US-Amerikanerin im nächsten Punktspiel am Samstag bei den Ladies in Black Aachen wieder zum Kader zählt. Es folgen in diesem Jahr fünf weitere Punktspiel-Begegnungen. Das wird ein ziem­licher heißer Dezember für den USC.

Zu Beginn der Woche gab Vollmer seiner Mannschaft trainingsfrei, am Dienstagabend wurde das Spiel gegen Vilsbiburg dann analysiert und besprochen. „Auf Grund der besonderen Umstände mit mehreren erkrankten Spielerinnen lagen einige Dinge auf der Hand. Aber wir sind auch die leichten und vermeidbaren Fehler durchgegangen. Unsere Annahmeleistung war die bislang schwächste in dieser Saison. Und aus der Abwehr heraus haben wir nicht die gewünschte Durchschlagskraft entwickelt und nicht genügend Punkte errungen“, befand der 50-Jährige. In Aachen werde vieles besser. „Da werden die Zuschauer das alte, angenehmere und effizientere Bild von uns sehen“, versprach Vollmer.

Der USC hat in dieser Saison von sieben Pflichtspielen (Bundesliga und Pokal) drei gewonnen. Gemessen an der Qualität der Konkurrenz ist das ein solides ­Zwischenresultat. In der zweiten Hälfte der Hinrunde gilt es nun, lösbare Aufgaben erfolgreich zu erledigen. ­Dazu bedarf es wohl ­zwingend einer Reduzierung der Eigenfehler. Nur beim ­Liga-Erfolg über Wiesbaden leistete sich Münster weniger Patzer als der Gegner. In ­allen anderen Partien lag der USC in dieser Negativ-Statistik vorn. Im Schnitt 6,7 Patzer leistete sich der Tabellen-Zehnte bisher. Vilsbiburg unterliefen am Sonntag insgesamt sieben in drei Sätzen. Auffällig ist das Element Aufschlag. Im Verhältnis zu den Wirkungs­treffern schießt der USC deutlich zu viele Fahrkarten. „Wir suchen noch die richtige Balance“, sagt Vollmer.

Haferkamp nominiert

Mit der 1,81 Meter großen Mittelblockerin Katharina Haferkamp steht eine nächste junge Volleyballerin der Sportinternats Münster im Fokus des Dachverbandes. Die Oberliga-Spielerin des Bundesstützpunkt-Teams überzeugte bei der Sichtung zum neuen D/C-Kader der Jahrgänge 2002/03 und schaffte den Sprung in den 22-köpfigen Kreis dieser ersten Nationalmannschaftsstufe. 52 Spielerinnen waren von den Bundestrainern Jens Tietböhl (Halle) und Silke Lüdike (Beach) im Bundesleitungszentrum in Kienbaum vier Tage lang gesichtet worden.

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