Fr., 13.01.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Schwerin versus USC Münster: Klassiker zum Dritten

Gute Blockarbeit ist in Schwerin gefragt: Auf die genesene Erica Wilson (rechts vorne am Netz) und Britt Bongaerts wird viel Arbeit zukommen.

Gute Blockarbeit ist in Schwerin gefragt: Auf die genesene Erica Wilson (rechts vorne am Netz) und Britt Bongaerts wird viel Arbeit zukommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Die Zeit der Ruhe ist vorbei, die Volleyballerinnen des USC Münster nehmen den Spielbetrieb wieder auf. Die Reise am Samstag führt das Team von Trainer Andreas Vollmer nach Schwerin.

Von Wilfried Sprenger

In der Volleyball-Bundesliga der Frauen ist zuletzt einiges aus den Fugen geraten. Souverän Schwerin geriet nach fulminanter Serie ins Straucheln. Die Roten Raben Vilsbiburg blieben auch in dünner Höhenluft überraschend schlagkräftig. Und Wiesbaden stürzte nach dem 3:2-Coup in Schwerin daheim gegen Suhl und in Aachen ziemlich böse ab. Es ist Bewegung in die Szene gekommen, der USC schaute zweieinhalb Wochen zu. Erst an diesem Samstag greifen die Münsteranerinnen wieder in den Punktekampf ein, das Gastspiel beim SSC Palmberg Schwerin wird um 19 Uhr angepfiffen.

SSC gegen USC, der Klassiker wird in dieser Saison bereits zum dritten Mal aufgelegt. Sowohl im Hinrunden-Vergleich als auch im Pokal-Viertelfinale hatten die Unabhängigen Heimrecht. Sie verloren beide Vergleiche 0:3, die Liga-Partie im Dezember werden sie trotzdem als Mutmacher werten. Fast 90 Minuten trotzten sie dem Favoriten, knapp 1000 Zuschauer verabschiedeten die Mannschaft mit großem Beifall. Nach verheißungsvoller Kür zeigte Münster im folgenden Pflichtprogramm kaum Schwächen. Gegen Köpenick, VCO Berlin, Suhl und Erfurt fuhren die Schützlinge von Andreas Vollmer elf von zwölf möglichen Punkten ein.

Die zweieinhalbwöchige Pause überbrückte Münster mit zwei Testbegegnungen gegen Teams aus den Niederlanden. Es waren positive Erfahrungen, der USC gewann beide Partien und die Fußverletzung, die sich Diagonalangreiferin Erica Wilson zuzog, ist längst kuriert. Gute Vorzeichen für die schwierige Bergetappe in Mecklenburg-Vorpommern.

Weil der finanzielle Gürtel eng geschnallt bleibt, reist die Mannschaft erst am Spieltag an. Im Bus sind knapp 400 Kilometer zurückzulegen, das kann eine lange Fahrt werden bei winterlichen Verhältnissen. „Wir kennen das ja schon von Erfurt, da ist alles gut gegangen“, sagt Trainer Andreas Vollmer.

Ohne den Thüringerinnen zu nahe treten zu wollen: Schwerin ist eine ganz andere Hausnummer, es braucht eine frische und unter größtmöglicher Spannung stehende USC-Mannschaft, um diesen Gegner unter Druck zu setzen. Zumal der SSC sein Zwischentief wohl überwunden hat: In der Liga gewann der Spitzenreiter zuletzt überzeugend 3:1 gegen den Vierten Potsdam, im Challenge Cup zog er am Mittwoch locker in das Achtelfinale ein. Vollmer sieht dennoch eine (Außenseiter-)Chance für seine Schützlinge. „Wenn wir gut in dieses Spiel reinkommen und einen Satz gewinnen, könnte Schwerin inklusive des Publikums ins Grübeln kommen.“



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4556940?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F