Fr., 11.08.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Ivana Vanjak soll Orthmann beim USC ersetzen

Ivana Vanjak (l.) stand für den VC Wiesbaden erstmals in einem Bundesliga-Aufgebot. Jetzt wechselt sie zurück nach Deutschland – zum USC Münster.

Ivana Vanjak (l.) stand für den VC Wiesbaden erstmals in einem Bundesliga-Aufgebot. Jetzt wechselt sie zurück nach Deutschland – zum USC Münster. Foto: imago

Münster - 

Der USC Münster hat auf den Verkauf von Hanna Orthmann reagiert und eine neue Angreiferin verpflichtete. Ivana Vanjak hat ihre ersten Schritte in der Bundesliga beim VC Wiesbaden gemacht, ehe sie zuletzt für vier Jahre in den USA spielte.

Von Thomas Rellmann

Am Tag nach dem überraschenden Verkauf von Eigengewächs Hanna Orthmann nach Italien hat der USC Münster reagiert und Ivana Vanjak verpflichtet. Die Angreiferin hatte sich in der vergangenen Woche bereits im Probetraining am Berg Fidel vorgestellt und erhielt nun den Zuschlag. Auch bei anderen Bundesligisten hatte sich die 22-Jährige schon präsentiert, da sie unbedingt nach Deutschland zurück wollte.

In den fünf Tagen, in denen sich der Neuzugang präsentierte, gewann Trainer Teun Buijs offenbar einen guten Eindruck. Zudem war der Verein nach dem Weggang von Top-Talent Orthmann zu Victoria Monza unter Handlungsdruck für die Position. Zunächst einmal bekam die Spielerin einen Vertrag bis zum Ende der Saison.

Die Vanjak-Vita ist durchaus spannend. Als Deutsche mit kroatischen Wurzeln begann sie bei der TG Bad Soden ihre Laufbahn, ehe es sie in die hessische Landeshauptstadt zog. In der Spielzeit 2012/13 stand die damals 17-Jährige im Bundesliga-Kader des VC Wiesbaden, wo der ehemalige USC-Coach Andreas Vollmer zu der Zeit tätig war. Allerdings wurde sie als Youngster noch nicht eingesetzt und wartet daher noch auf ihr Debüt in der deutschen Eliteklasse.

„Ich will nicht sagen, dass es Lampenfieber ist. Aber ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht“, sagt nun Vanjak.

Vor vier Jahren zog es die Außenangreiferin dann in die USA. Dort war sie für die Stanford University im kalifornischen Palo Alto in der NCAA, der US-amerikanischen Division, am Ball. Kurz vor Weihnachten wurde Vanjak mit ihrem Team Meisterin und zählte im Finale gegen Texas zu den tragenden Säulen. Parallel studierte sie Chemie-Ingenieurswesen und machte vor Kurzem parallel bereits ihren Bachelor.

Nun also wechselt die 1,90 Meter große Spielerin nach Münster. Und freut sich auf die neue Aufgabe. Ja, sie klingt fast überschwänglich: „Ich mag die Stadt, die anderen Mädels haben mich super aufgenommen. Die Infrastruktur beim USC ist vorzüglich. Das alles hat mich einfach überzeugt. „Wir wollen alle so weit wie möglich nach vorn. Bei dieser Mannschaft bin ich sehr positiv gestimmt“, sagt sie.

Die gebürtige Frankfurterin tritt nun ihre erste Profistation im Volleyball an. Für Buijs ist das kein Risikofaktor: „Ivana ist groß, dazu aber auch sprungstark. Sie ist intelligent und eine sehr motivierte Allroundspielerin“, so der Niederländer. „Sie ist ein sehr guter Ersatz für Hanna.“ Dass der Verein noch mal auf dem Transfermarkt tätig wird und weitere Teile der Orthmann-Ablöse investiert, ist nicht ausgeschlossen. Schließlich hatte sich der USC auch vor den ersten Angeboten für die Jung-Nationalspielerin bereits intensiv umgesehen – und dabei Vanjak entdeckt.



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