So., 24.09.2017

Volleyball: Bundesliga Sympathisch, persönlich, nahbar – Saisoneröffnung schärft USC-Profil

Seht her, wir können es auch gegen die Herren: Gegen den Drittligisten Ostbek Pirates, der sich in seinen Angriffsaktionen aber zurückhielt, spielten bei der USC-Saisoneröffnung (v.l.) Lena Vedder, Mareike Hindriksen, Juliane Langgemach, Ines Bathen, Luisa Keller und Lisa Thomsen 2:2.

Seht her, wir können es auch gegen die Herren: Gegen den Drittligisten Ostbek Pirates, der sich in seinen Angriffsaktionen aber zurückhielt, spielten bei der USC-Saisoneröffnung (v.l.) Lena Vedder, Mareike Hindriksen, Juliane Langgemach, Ines Bathen, Luisa Keller und Lisa Thomsen 2:2. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Die Saisoneröffnung des USC Münster war ein echter Erfolg. Der Club, der sich manchmal schwertat damit, sich in der Stadt ein präsentes Image zu verschaffen, nahm die Fans am Samstag mit und zeigte sich sportlich wie auch neben dem Feld bestens präpariert für die Saison.

Von Thomas Austermann

In der ersten Saisoneröffnung dieser Art präsentierte sich Volleyball-Bundesligist USC Münster rund 250 Fans sehr sympathisch, persönlich und nahbar. Die Jugendausschuss-Vorsitzende Ute Zahlten entwarf die Idee für die abwechslungsreichen Stunden – mit dieser Umsetzung wird sich das erweiterte Engagement der Enthusiastin nicht erschöpft haben. Mit der Rückkehr von Axel Büring zum Verein hat Zahlten ein neues Feuer gepackt, den Club in Außendarstellung und Image aufzupolieren.

„Diese Mannschaft ist ein Gewinn für unseren gesamten Auftritt“, wertete mit Marko Feldbaum der Vizepräsident mit Fachgebiet Marketing. „Ich finde, dass der Funke überspringt. Da haben wir ein richtiges Team beisammen.“ Bemerkenswert, dass mit Jürgen Aigner sein Amtsvorgänger als Moderator des Events verantwortlich war. Ihm oblag es auch, das Freundschaftsspiel gegen die Männer des Drittligist Ostbek Pirates aus Oststeinbek (Schlewsig-Holstein) vor den Toren Hamburgs zu begleiten. Der plakativ als „Kampf der Geschlechter“ beschriebene Abtausch endete 2:2 (25:22, 21:25, 21:25, 25:23) und mithin passend zum Tag.

Dass die Norddeutschen nur dann Konsequenz in die Attacken legten, wenn die Bahn frei war und kein Risiko für die andere Seite bestand, war abgemacht. USC-Trainer Teun Buijs setzte auch auf die 16 Jahre junge Luisa Keller im Angriff. Während die in Visa-Angelegenheiten noch in ihrem Heimatland gebundene Serbin Ivana Bulajic fehlte, kam die am Fuß lädierte Ivana Vanjak nicht zum Einsatz.

Dafür erfuhren die Fans aber, dass die mit 1,90 Meter zweitgrößte Spielerin nicht nur die Sprache ihrer Eltern, also Kroatisch, beherrscht, sondern auch die deutsche, englische und spanische. Bei den Interviews war der Rollenwechsel Programm. Denn jede Befragte schlüpfte anschließend in die Rolle der Fragenden. Die aus Albersloh stammende BWL-Studentin Chiara Hoenhorst hatte Ines Bathen am Mikro, und die Dauerbrennerin beschrieb, „dass ich ja schon viele Teams erlebt habe. Dieses neue hat viel Talent und großes Potenzial – unser Zusammenhalt ist jetzt schon sehr groß“.

Juliane Langgemach bestätigte das gerne: „Wir haben total coole Typen hier und unternehmen auch nach dem Sport viel zusammen.“ Libera Lisa Thomsen (32), die ausgemachte Führungsspielerin, gab preis, sich beim USC beworben zu haben. Mit der zwei Jahre jüngeren Zuspielerin Mareike Hindriksen („Ich persönlich bin extrem ehrgeizig“) scheut sie sich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. Hindriksen versprach: „Wir werden uns gegen jeden Riegel stemmen.“



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