Mo., 25.09.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Finnisches Zusammenspiel beim USC mit Laakkonen und Kylmäaho

Eine finnische Kombination: Katja Kylmäaho bedient ihre Landsfrau Roosa Laakkonen.  

Eine finnische Kombination: Katja Kylmäaho bedient ihre Landsfrau Roosa Laakkonen.   Foto: fotoideen.com

Münster - 

Wer hätte das gedacht? Die meisten Legionäre beim USC Münster kommen in der Saison 2017/18 aus Finnland. Mittelblockerin Roosa Lakkonen und Zuspielern Katja Kylmäaho bilden schon ein gut funktionierendes Team und haben sich schnell eingefunden in der Stadt.

Von Henner Henning

Schon allein die geografische Nähe erklärt, warum Importe aus den Niederlanden beim USC seit Jahrzehnten hoch im Kurs stehen. Und auch Spielerinnen aus den USA trugen in der jüngeren Vergangenheit schon häufig das Trikot des Volleyball-Bundesligisten, bei dem nun ein Land aus dem Norden Europas das größte Kontingent stellt. Finnland ist die Heimat von Zuspielerin Katja Kylmäaho und Mittelblockerin Roosa Laakkonen, die in der kommenden Saison am Berg Fidel pritschen und schmettern werden.

Pass Kylmäaho, Punkt Laakkonen – diese Kombination konnten die etwa 250 Zuschauer bei der Saisoneröffnung und dem Showmatch des USC gegen den Männer-Drittligisten Ostbek Pirates schon bewundern. Das finnische Zusammenspiel, es klappt. Auch außerhalb des Platzes, wo sich die beiden Nordlichter gut verstehen. „Es ist schön und hilft, wenn noch eine Finnin da ist“, sagt Laakkonen, die nach ihren Einsätzen in der Nationalmannschaft erst später nach Münster kam – und nicht nur dank Kylmäaho schnell in die funktionierende USC-Mannschaft aufgenommen wurde. „Der Teamgeist gefällt mit sehr gut, wir sehen uns auch außerhalb des Trainings sehr oft. Und die Stadt ist sehr schön“, meint die 23-Jährige, für die Deutschland die erste Auslandsstation ihrer Karriere ist. Ein Schritt, der für sie logisch war. „Für mich hieß es jetzt oder nie, ich möchte mich weiterentwickeln. Und das ist hier besser möglich als in Finnland“, sagt die 1,93 Meter große Laakkonnen, die mit LP Kangasala Pokalsiegerin wurde und auf europäischer Ebene im CEV- wie im Challenge-Cup spielte. Nun also die Bundesliga, in der sie sich schnell etablieren will. „Ich weiß, dass das Niveau hoch ist. Aber wir arbeiten hart und sind auf einem guten Weg“, so Laakkonen.

Wie Kylmäaho hatte sich Laakkonen vor ihrem Wechsel nach Münster bei Kaisa Alanko über den USC erkundigt. Und die letztjährige Zuspielerin scheint Gutes berichtet zu haben, schließlich ist das Suomi-Duo am Berg Fidel gelandet. Eine Entscheidung, von der sich die 1,72 Meter große Regisseurin verspricht, eine bessere Stellerin zu werden. „Ich will viel lernen und den nächsten Schritt machen. Ich gebe mein Bestes“, erklärt Kylmäaho, die sich neue Impulse auch von Trainer Teun Buijs erhofft. „Er ist ein ruhiger Typ, der mir viele Tipps gibt. Er weiß, wie wir Spielerinnen denken.“

Herkunft, Ziele und Motivation haben die Finninnen gemeinsam – und noch etwas. Ein Fahrrad besitzen sie auch beide schon. „Ohne geht es nicht“, sagt Kylmäaho. Es verdeutlicht: Die beiden sind gut in Münster und beim USC angekommen.



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