Mi., 27.09.2017

Beachvolleyball: World Tour Behrens sagt Bundesstützpunkt ab und sucht Schumacher-Nachfolgerin

Kim Behrens 

Kim Behrens  Foto: FIVB

Münster - 

Kim Behrens bestreitet die letzten beiden Weltserienturniere des Jahres mit Sandra Ittlinger. Ob die auch 2018 ihre Partnerin im Sand ist? Offen. Die USC-Beacherin muss sich auf jeden Fall um eine Nachfolgerin von Anni Schumacher bemühen. Einen Wechsel an den Bundesstützpunkt hat sie abgelehnt.

Von Henner Henning

Kim Behrens hat schon Routine, schwierige Situationen zu meistern und aus ihnen gestärkt hervorzugehen. In den vergangenen Jahren stand die Beachvolleyballerin des USC Münster immer wieder vor Partnerwechseln, oft wurden ihr die Mitspielerinnen regelrecht ausgespannt. Nach dem erfolgreichen Sommer 2017 begibt sich Behrens erneut auf die Suche. Zwangsläufig, denn Anni Schumacher tritt im Sand kürzer und beendet zumindest die internationale Karriere.

„Das ist schade, es hat mit ihr super funktioniert“, sagt Behrens, die mit der Sächsin Siege und Top-Platzierungen nicht nur auf der Smart-Beach-Tour, sondern auch auf der europäischen Serie wie auf der World Tour vorweisen konnte – und so in den Blickpunkt des Chef-Bundestrainers Imornefe Bowes sowie von Bundestrainer Tilo Backhaus rutschte. Der 25-Jährigen lag ein Angebot vor, aus ihrer Wahlheimat Stuttgart an den Bundesstützpunkt Hamburg zu wechseln und dort in den Genuss der Förderung zu kommen. Einziger Haken: Bis 2020 hätte sie die Möglichkeit, Mitglied eines Nationalteams zu werden, nicht gehabt. „Man hat mir gesagt, dass ich für 2024 vorgesehen bin. Doch das ist eine lange Zeit, die Ungewissheit ist mir zu groß – und es gab viele Gründe, nicht nach Hamburg zu gehen“, so Behrens. Dazu gehörte auch die Tatsache, dass sich die Polizei-Kommissarin in Stuttgart wohlfühlt – beruflich wie sportlich. „In den zwei Jahren hier war ich echt erfolgreich und habe mich weiterentwickelt“, sagt das Mitglied des deutschen B-Kaders, das auf die Beibehaltung des Status’ hofft.

Eine Entscheidung steht aus, helfen würden weitere Top-Resultate. Die will die gebürtige Bremerin in zwei Wochen in Qinzhou (China) bei einem Drei-Sterne-Turnier oder Ende Oktober in Aalsmeer (Niederlande) beim Einstern-Wettbewerb der Weltserie liefern. Dann an der Seite von Sandra Ittlinger (TuSa 06 Düsseldorf), die als Partnerin für 2018 infrage kommt. Wie auch die ehemalige Münsteranerin Teresa Mersmann. Eine Tendenz hat Behrens noch nicht. Dafür aber reichlich Routine bei der Suche.



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