So., 15.10.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Bestandene Feuertaufe: USC Münster fertig SW Erfurt 3:0 ab

Jubel über den ersten Sieg: (v.l.) Lena Vedder, Juliane Langgemach, Mareike Hindriksen, Ivana Vanjak, Lisa Thomsen und Ines Bathen waren gegen Erfurt klar überlegen.

Jubel über den ersten Sieg: (v.l.) Lena Vedder, Juliane Langgemach, Mareike Hindriksen, Ivana Vanjak, Lisa Thomsen und Ines Bathen waren gegen Erfurt klar überlegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Das ist ein Start nach Maß für die Volleyballerinnen des USC Münster. SW Erfurt wurde am Sonntag vor 1136 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel mit 3:0 bezwungen.

Von Henner Henning

Die Spannung war vor dem ersten Spiel der Saison 2017/18 bei allen groß. Trainer, Mannschaft und nicht zuletzt die Zuschauer wussten im Vorfeld nicht, wie sich der runderneuerte USC Münster zum Auftakt gegen SW Erfurt präsentiert. Verfestigt sich der gute Eindruck aus der Vorbereitung oder ruckelt und zuckelt es bei der Premiere noch? Die Antwort gab das Team von Trainer Teun Buijs in nur 71 Minuten – mit einem klaren wie souveränen 3:0 (25:18, 25:15, 25:9)-Erfolg.

Der USC hat die Lust auf mehr geweckt, der erfrischende Auftritt gegen allerdings auf mäßigem Niveau agierende Erfurterinnen war der erhoffte Startschuss. Kapitänin und Zuspielerin Mareike Hindriksen bildete mit Ines Bathen, Lena Vedder, Ivana Vanjak, den Mittelblockerinnen Juliet Lohuis und Juliane Langgemach sowie mit Libera Lisa Thomsen die Startformation, die gleich einmal im Vollgas-Modus loslegte. Die ersten fünf Punkte wanderten allesamt auf das münsterische Konto. Es lief schon erstaunlich rund beim USC, für den Lena Vedder bei ihrem Debüt in der Bundesliga auf 11:5 stellte. Weder die Diagonalangreiferin, die vom Zweitliga-Absteiger RC Sorpesee an den Berg Fidel gekommen war, noch ihre Teamkolleginnen zeigten in irgendeiner Form Lampenfieber, das vor der Partie aber durchaus vorhanden war. „Man hat die Anspannung und Nervosität vorher gemerkt. Aber wir haben es mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung super gemacht“, sagte Thomsen, die im Kollektiv auch ein Minitief zum Ende des ersten Satzes überstand, als Erfurt mit drei Punkten in Serie auf 18:21 verkürzte. Doch nach der Auszeit – es war die einzige, die Buijs nehmen musste – fand der USC umgehend zurück in die Spur, Hindriksen mit einer Netzroller-Stellerfinte beendete den Abschnitt.

Der zweite Durchgang begann mit einer echten Rarität. Madleen Piest machte den ersten Punkt und bescherte den Schwarz-Weißen damit die erste Führung. Es blieb die einzige des Tages, denn Bathen und Vedder korrigierten umgehend den Missstand – weiter ging die wilde Fahrt des USC, der zwar nicht frei von Fehlern war, aber mit viel Herz und Kampfgeist die Gunst der 1136 Zuschauer im Sturm eroberte. Bereits beim 9:4 war die Tendenz des zweiten Satzes klar, in dem der überforderte Gast aus Thüringen um seine Top-Angreiferin Erika Mercado kaum Mittel hatte, Münster zu gefährden. Schon gar nicht im dritten Satz, als Münster den SWE einstellig hielt. „Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht. Mit den ersten Punkten war die Nervosität weg, wir haben dann konstant auf gutem Niveau gespielt“, lobte Buijs sein Team, das in der Vorwoche schon beim Turnier des VC Kanti Schaffhausen 3:0 gegen Erfurt gewonnen hatte. Auf die geglückte Generalprobe folgte die bestandene Feuertaufe – und für die gibt es die ersten drei Zähler der Saison.



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