So., 22.10.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Für den USC Münster ist nichts zu holen beim Dresdner SC

Satz- und punktlos in Dresden: Beim DSC verloren mit dem USC (v.l.) Lisa Thomsen, Ivana Vanjak, Juliet Lohuis und Mareike Hindriksen.

Satz- und punktlos in Dresden: Beim DSC verloren mit dem USC (v.l.) Lisa Thomsen, Ivana Vanjak, Juliet Lohuis und Mareike Hindriksen. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Das war deutlich: Mit 0:3 unterlag der USC Münster beim Meisterschaftsanwärter Dresdener SC. Der Drops war ziemlich schnell gelutscht, genau genommen nach 81 Minuten. Die Gäste hatten keine Chance.

Von Henner Henning

Die Volleyballerinnen des USC Münster sind bislang die Kurzarbeiterinnen der Bundesliga. Nachdem die Unabhängigen beim 3:0-Erfolg über SW Erfurt 71 Minuten auf dem Feld standen, war die Auswärtspartie beim Dresdner SC nach 81 Minuten beendet. Dabei hätte der USC gerne länger gearbeitet, doch beim 0:3 (18:25, 17:25, 17:25) war das Team von Trainer Teun Buijs gegen den Meisterschaftskandidaten aus Sachsen nahezu chancenlos.

Der Coach vertraute der gleichen Startformation, die in der Vorwoche leichtes Spiel mit Erfurt hatte. Doch diesmal blieb der USC in den Startlöchern kleben, vor 2604 Zuschauern machte Dresden die ersten fünf Punkte. Auszeit – und schon lief es besser. Nach dem Punkt von Ines Bathen, die zur wertvollsten Spielerin gekürt wurde, war Münster beim 6:7 wieder in Reichweite. Mehr aber auch nicht, immer wenn der Gast dem DSC auf die Pelle rückte, zog der Favorit an. Dabei war es meist die Finnin Piia Korhonen, die dem USC zusetzte. 22 Zähler standen am Ende auf ihrem Statistikbogen, darunter der Block beim Satzball gegen Ivana Vanjak. „Das 18:25 war schon enttäuschend für das Team. Wir haben gut gekämpft, haben aber einfach zu viele kleine Fehler im Zuspiel und Angriff gemacht“, sagte Buijs, der den DSC im ersten Abschnitt „auch etwas nervös“ sah.

Dies änderte sich aber nach dem Seitenwechsel, Dresden gewann mehr und mehr an Sicherheit und hatte das Geschehen weitestgehend im Griff. Zwar gingen die Unabhängigen erstmals in der Partie in Führung (2:1, 5:4), dann aber folgte wie schon in Durchgang eins ein Zwischenspurt des DSC, der erst beim 20:12 einen Gang herausnahm. Routiniert spulte die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl ihr Pensum herunter, Korhonen setzte hinter Satz zwei den Schlusspunkt.

Aufgeben aber wollte der USC sich nicht, ganz zaghaft bäumte sich die Buijs-Sechs noch einmal auf und führte mit 3:0. Ging da doch noch etwas in Richtung Satzgewinn? Ein klares Nein bekamen die Unabhängigen vom DSC als Antwort um die Ohren geschmettert. Fünf Punkte in Serie stellten die Verhältnisse schnell wieder her, spätestens nach den erfolgreichen Versuchen von Sasa Planinsec und Korhonen zum 15:11 und 16:11 war die Entscheidung gefallen. „Uns haben Geschwindigkeit und Erfahrung gefehlt, dazu war unser Angriff nicht stark. Wir haben individuell und als Mannschaft noch viele Möglichkeiten nach oben. Im dritten Satz war es sehr schwer für uns, Dresden hat fast jede Chance genutzt“, sagte Buijs.

Seiner Mannschaft gab er nach der langen Rückfahrt frei, ab Dienstag steht dann die Nach- wie Vorbereitung an. „Wir lernen mit der neuen Mannschaft weiter, das dauert noch“, so Buijs.



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