Fr., 27.10.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Der USC sucht die Potsdamer Problemzonen

Mächtig ins Zeug legen müssen sich Mareike Hindriksen, Lisa Thomsen (r.) und Juliet Lohuis (l.) in Potsdam.

Mächtig ins Zeug legen müssen sich Mareike Hindriksen, Lisa Thomsen (r.) und Juliet Lohuis (l.) in Potsdam. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Für den USC Münster steht am Samstag (19 Uhr) das zweite Auswärtsspiel der Saison an. Im Gegensatz zum 0:3 beim Titelkandidaten Dresdner SC will der Volleyball-Bundesligist nun beim SC Potsdam punkten. Eine Steigerung ist dafür nötig – und das Aufstöbern der gegnerischen Schwachstellen.

Von Henner Henning

Zum zweiten Mal binnen einer Woche geht es für den USC Münster in den Osten der Republik, einen Großteil der gut 450 Kilometer über die A 2 mit dem Ziel Potsdam. Dort wartet am Samstag (19 Uhr) der heimische SC auf den Volleyball-Bundesligisten aus Westfalen, der nach dem 0:3 beim Dresdner SC nun im zweiten Auswärtsspiel der Saison etwas Zählbares mitnehmen will.

Die Chancen in Brandenburg sind sicher höher einzustufen als beim stets hochgehandelten DSC, einfach aber wird sich das Unterfangen ganz sicher nicht. Gegen Dresden gewann der SCP zum Auftakt im Tiebreak und bot am Mittwoch beim Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin zumindest im zweiten Durchgang (24:26) Paroli. „Potsdam ist eine sehr gut organisierte Mannschaft“, sagt Münsters Trainer Teun Buijs über den Kontrahenten, der in der Bundesliga den kleinsten Umbruch vornahm. Nur zwei Spielerinnen gingen, darunter allerdings die Top-Scorerin Roslandy Acosta (Volley Bergamo), die Nastasa Cikiric (Serbien) und Antonia Stautz (SW Erfurt) ersetzen sollen. Dass dies in Schwerin nur bedingt gelang, lag auf der einen Seite an der Stärke des SSC. „Aber bei aller Qualität hat Potsdam auch Problemzonen, aus denen wir einen Vorteil ziehen müssen“, beleuchtet Buijs die andere Seite.

Steigerung nötig

Um diese zu nutzen, bedarf es aber im Vergleich zur Dresden-Partie einer Steigerung, wie auch der 57-jährige Niederländer nicht verhehlt. „Wir haben uns durchaus Chancen erspielt. Aber wir haben dann zu viele kleine Fehler gemacht, die sich summiert haben. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet. Ich denke, dass wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben“, meint Buijs, der auch die fehlende Erfahrung seiner jungen Spielerinnen in einer voll besetzten Halle – in Dresden waren 2604 Zuschauer dabei – als Erklärung für das 0:3 anführt.

Ändern sollen sich nicht nur Leistung und Ergebnis, auch der Kader wird ein anderes Gesicht haben. Zu dem langfristigen Ausfall von Ivana Bulajic fehlt ein Youngster-Duo aus dem Sportinternat. Lina Alsmeier darf eine Woche Herbstferien genießen und steigt erst nächste Woche wieder ein. Auch Keller kommt in diesen Genuss, ist aber zudem an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt und wird zunächst einmal einige Wochen pausieren müssen.



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