Sa., 28.10.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Der USC Münster entführt aus Potsdam drei Punkte

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, aber Teun Buijs war mit dem Auftritt des USC in Potsdam sehr zufrieden. 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, aber Teun Buijs war mit dem Auftritt des USC in Potsdam sehr zufrieden.  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Zweites Auswärtsspiel, erster Sieg. Die Reise nach Potsdam hat sich für den USC Münster gelohnt, mit 3:1 gewann der Volleyball-Bundesligist in Brandenburg und stockte damit sein Punktekonto auf sechs auf. Dabei fanden die Westfalen nach einer Schwächephase umgehend zurück zur eigenen Stärke.

Von Henner Henning

„Jetzt geht die Saison erst richtig los.“ Nein, das waren nicht die Worte von Teun Buijs, Trainer des USC Münster. Es war die Aussage von seinem Kollegen Davide Carli, seines Zeichens Coach des SC Potsdam. Der sah das Duell mit dem USC nach den beiden Partien gegen den Dresdner SC (3:2) und beim SSC Palmberg Schwerin (0:3) als erste Partie auf Augenhöhe – und wurde am Samstagabend von den Westfalen eines Besseren belehrt. Denn in den 93 Minuten in der MBS-Arena war der USC über weite Strecken überlegen und gewann am Ende verdient mit 3:1 (25:20, 25:16, 13:25, 25:19).

„Das sind wichtige Punkte für uns, ich bin zufrieden“, meinte Buijs, der erstmals Roosa Laakkonen in die Startformation beorderte und damit nicht falsch lag. Gemeinsam mit der Niederländerin Juliet Lohuis bildete die Finnin eine mehr als stabile Mitte, insgesamt kam das Duo auf 20 Punkte . Es war ein Puzzleteilchen in Münsters gut funktionierendem Gefüge, das in der Endphase des ersten Satzes Nervenstärke bewies. Beim 19:19 machte der USC drei Zähler in Serie und sicherte sich den Eröffnungsabschnitt mit 25:20. Besonders Ines Bathen war in diesen Momenten eine verlässliche Größe – und wurde nicht nur deswegen zur wertvollsten Spielerin. 16 Punkte gingen auf ihr Konto, damit war Münsters Dienstälteste Top-Scorerin ihrer Mannschaft.

Und die legte gleich nach, über 9:5 und 17:11 ging es in 23 Minuten zum 25:16. „Die ersten beiden Sätze waren sehr gut. Wir haben mit dem Aufschlag viel Druck gemacht und dadurch Probleme in Potsdams Annahme forciert“, erklärte Buijs, der zudem „gute Sachen in der Abwehr“ sah.

Mit Ausnahme von Durchgang drei, in dem der SCP plötzlich deutlich überlegen und die Buijs-Sechs von der Rolle war. Bis zum 22. Potsdamer Punkt war Münster einstellig, erst am Ende des Abschnitts fand der Gast wieder in die Spur. „Und das war wichtig, so sind wir gut in den vierten Satz gekommen“, erklärte Buijs. Ein schneller Zwischenspurt auf 6:0 bedeutete die Vorentscheidung, in der Folge ließ Münster seinen Kontrahenten nie näher als vier Zähler (9:5) an sich herankommen. Ein Duell auf Augenhöhe, wie es Carli erwartet und erhofft hatte, war es dann nicht mehr. Münster entführte verdient den Sieg.



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