Do., 02.11.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Ex-USC-Spielerin Sina Fuchs mit erhöhtem Pulsschlag zum Berg Fidel

Seiten getauscht: Die frühere USC-Spielerin Sina Fuchs (r.) spielt am Samstag mit Simona Kosova (l.) und Irina Kemmsies mit Wiesbaden am Berg Fidel.

Seiten getauscht: Die frühere USC-Spielerin Sina Fuchs (r.) spielt am Samstag mit Simona Kosova (l.) und Irina Kemmsies mit Wiesbaden am Berg Fidel. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sina Fuchs war in den vergangenen Jahren eines der prägenden Gesichter beim USC Münster. Nun steht das Eigengewächs auf der anderen Seite des Netzes, wenn am Samstag der VC Wiesbaden zu Gast am Berg Fidel ist. Ein seltsames Gefühl.

Von Henner Henning

Wenn am Samstagnachmittag der Bus des VC Wiesbaden von der Hammer Straße in Richtung Berg Fidel abbiegt, wird sich der Pulsschlag bei einer Spielerin ganz sicher erhöhen. Erstmals seit ihrem Wechsel im Sommer kehrt Sina Fuchs an ihre frühere Wirkungsstätte zurück und kämpft mit ihrem neuen Club gegen ihren alten Verein USC Münster um Bundesliga-Punkte. „Das wird für mich schon ein besonderes Spiel“, sagt Fuchs.

2006 war die heute 25-Jährige vom SC Union Lüdinghausen zu den Unabhängigen gekommen, von 2009 stand die Außenangreiferin im Erstliga-Kader – und erlebte in ihrer Zeit im Volleydome Höhen und Tiefen. Zwei Mal verletzte sich Fuchs am Kreuzband, mindestens zwei Mal kämpfte sie sich zurück auf Bundesliga-Level und war in der Regel eine Konstante im USC-Angriff. Doch nach dem Ende ihres BWL-Studiums reifte in Fuchs der Gedanke nach einer Veränderung und einer neuen sportlichen Herausforderung, der sie sich nun in Wiesbaden stellt. Nachdem die 1,80 Meter große Fuchs die ersten beiden Partien gegen den VfB Suhl (3:0) und beim SW Erfurt (3:2) von der Seitenlinie verfolgen musste, schickte Trainer Dirk Groß den Neuzugang gegen den Dresdner SC (1:3) erstmals ins Geschehen. „Ich bin froh, dass ich vor dem Spiel in Münster auch mal das Feld gesehen habe. Auch wenn wir es gegen Dresden hätten besser machen gönnen“, sagt Fuchs, die sich nach ihrer Einwechslung im dritten Satz bis zum Schluss mit fünf Punkten ordentlich einfügte.

Dies gelang ihr auch im Mannschaftsgefüge, das Fuchs mit dem aus Münster vergleicht. „Die Stimmung passt, es gibt keine Grüppchen, und wir verstehen uns gut. Das spiegelt sich auf dem Feld wider. Mal sehen, wie wir uns in Münster verkaufen. Aber die Spiele zwischen Wiesbaden und dem USC waren in der Vergangenheit ja immer knapp.“

Kombiticket

An diesem Wochenende ist der USC Münster in der Volleyball-Bundesliga gleich zwei Mal Gastgeber binnen 19 Stunden. Am Samstag (19.30 Uhr) kommt der VC Wies­baden an den Berg Fidel, am Sonntag um 14.30 Uhr geht es gegen den VCO Berlin. Daher gibt es auch im Kartenverkauf einen Doppelpack: Das Kombiticket bedeutet, dass die Besucher des Matches gegen den VCW für das Sonntagsspiel gegen den VCO 50 Prozent Rabatt bekommen. Die Kombitickets sind noch online über die USC-Homepage bestellbar sowie im WN-Ticketshop und am Samstag an der Abendkasse erhältlich.

Nun wird Fuchs, die mit Irina Kemmsies, Jennifer Keddy und Dora Grozer drei weitere frühere USC-Spielerinnen im Team hat, das Duell von der anderen Seite erleben. Für sie ein neues Erlebnis. „Ich weiß nicht, was mich erwartet und wie ich reagiere. Es wird schon komisch sein, wenn ich in die andere Kabine gehe. Aber ich habe Münster mit einem guten Gewissen verlassen und freue mich auf die Rückkehr“, sagt Fuchs, die am Berg Fidel auf Familie und Freunde trifft. „Auch das macht es besonders. Ich versuche, entspannt zu bleiben.“ Ein warmherziger Empfang dürfte Fuchs nach elf Jahren am Berg Fidel gewiss sein.



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