Fr., 03.11.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Wiesbaden ist für den USC die Kür im Heimspiel-Doppelpack, VCO die Pflicht

Unter Beobachtung des Trainers: Die Niederländerin Juliet Lohuis spielte in Potsdam durch. Elf ihrer 26 Angriffe führten zu Punktgewinnen – ein guter Wert.

Unter Beobachtung des Trainers: Die Niederländerin Juliet Lohuis spielte in Potsdam durch. Elf ihrer 26 Angriffe führten zu Punktgewinnen – ein guter Wert. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der 3:1-Erfolg in Potsdam war ein kleiner Meilenstein in der frühen Saisonphase für den USC Münster. Somit kann die Mannschaft in den Heimspiel-Doppelpack am Samstag gegen den VC Wiesbaden und am Sonntag gegen den VCO Berlin mit viel Selbstvertrauen eintauchen.

Von Wilfried Sprenger

Volleyball total am Berg Fidel: Nach der Partie gegen den VC Wiesbaden am Samstagabend (19.30 Uhr) müssen die USC-Fans nur einmal schlafen – schon am Sonntag (14.30 Uhr) folgt die Begegnung mit dem VC Olympia Berlin. Es ist gewiss ein Kraftakt für den Bundesligisten. Trainer Teun Buijs sieht sein Team präpariert. „Wir sind bereit“, sagt er.

Mit dem bemerkenswerten 3:1-Erfolg in Potsdam, der auch den Coach „ein bisschen überraschte“, setzten die Unabhängigen am vergangenen Wochenende ein fettes Ausrufezeichen. Münster machte viel Druck in der MBS-Arena. Im Aufschlag schossen sich die Gäste auf Libera Sophie Dreblow ein, im Angriff handelte der USC fix und präzise. „Unsere Taktik ist aufgegangen“, sagte Buijs. Tatsächlich unterliefen Potsdam in Bedrängnis ungewohnt viele Fehler. Es war der größte Unterschied an diesem Tag.

Nun zunächst Wiesbaden. Die Hessinnen haben wie Münster zwei ihrer drei Partien gewonnen. Auf den USC kommt ein Gegner zu, der sich in den vergangenen Jahren nahezu stetig verbessert hat. „Guter Verein, gutes Team, wir haben Respekt“, erklärt Buijs kurz und knapp. Respekt ist tatsächlich angebracht, zumal der VCW in Tanja Großer und Irina Kemmsies Spielerinnen im Kader hat, die im September zum Aufgebot der Nationalmannschaft bei der EM zählten.

Der USC stellt aktuell keine deutsche Nationalspielerin, geht aber mit einigem Rückenwind in die nächste Aufgabe. „Der Erfolg in Potsdam war nicht nur wichtig für die Tabelle, sondern auch für das Selbstvertrauen“, sagt der Coach. Und er dürfte auch den Teamgeist gestärkt haben. Buijs: „Zusammenhalt ist sehr wichtig. Wenn jeder für den anderen kämpft, bringt das zwei, drei Extraprozente. Das weiß ich aus Erfahrung.“

Der Niederländer ist lange genug im Geschäft, um die Seinen auch eindringlich vor den Gefahren des Sonntagspiels zu warnen. Eine Begegnung mit der Talentschmiede aus Berlin wird gern als Selbstläufer betrachtet. „Ist es aber nicht“, so Buijs, „die Berliner können sehr gute Momente haben.“ Allerdings auch schwache, die fehlender Reife geschuldet sind. Buijs: „Deshalb müssen wir Gas geben und Druck machen. Solche Spiele sind mit Blick auf das große Ganze immer undankbar. Weil jeder ein 3:0 erwartet, kannst du eigentlich nichts wirklich gewinnen.“

Sei’s drum: Der USC ist gut unterwegs so früh in der Saison. In den kommenden Wochen soll das Niveau weiter verbessert werden. „Es gibt noch viel zu tun. Vor allem bei den kleinen Sachen. Bis März ist jeder Trainingstag wichtig. Dann starten die Playoffs, dann wollen wir in bestmöglicher Verfassung sein“, erklärt der Trainer.



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