Sa., 04.11.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC Münster feiert beim 3:1 gegen den VC Wiesbaden den dritten Saisonsieg

Der neue USC gegen den alten USC: Münsters Neuzugang Lena Vedder (r.) setzt sich hier gegen die ehemaligen Unabhängigen Sina Fuchs (l.) und Jennifer Keddy durch. Und auch die Punkte behielten die Westfalen beim 3:1 bei sich.

Der neue USC gegen den alten USC: Münsters Neuzugang Lena Vedder (r.) setzt sich hier gegen die ehemaligen Unabhängigen Sina Fuchs (l.) und Jennifer Keddy durch. Und auch die Punkte behielten die Westfalen beim 3:1 bei sich. Foto: Daniel Wesseling

Münster - 

Der USC Münster ist auf einem guten Weg, einen mehr als ordentlichen Saisonstart in der Volleyball-Bundesliga zu erwischen. Am Samstagabend gewann das Team von Trainer Teun Buijs 3:1 gegen den VC Wiesbaden – und hat schon am Sonntagmittag die Chance auf weitere Punkte.

Von Thomas Austermann

Versprochen ist versprochen: Wie angekündigt bringt der USC Münster das Feuer zurück an den Berg Fidel. Beim 3:1 (27:29, 25:23, 25:23, 25:23)-Sieg gegen den VC Wiesbaden tobten am Ende der 112 Minuten langen wie extrem spannenden Bundesligabegegnung die meisten der 1176 Volleyball-Zuschauer. Sonntag (14.30 Uhr) steht bereits das nächste USC-Heimspiel an, wenn die Talente des VC Olympia Berlin kommen, die ihre Samstagpartie bei den Ladies in Black Aachen 0:3 verloren.

Keinerlei Schonung legten sich die Münsteranerinnen auf, die jedem kleinen oder großen Nackenschlag trotzten und in der inzwischen gefestigten Formation auch das 27:29 des ersten und halbstündigen Satzes wegsteckten, obschon sie bis zum 22:19 die Mannschaft waren, die erstmals mit drei Punkten führte.

Libera Thomsen bärenstark

Wiesbaden setzte offensiv Akzente durch die sprungstarke Linkshänderin Kimberly Drewniok, die Zuspielerin Irina Kemmsies immer wieder in Szene setzte. Lena Vedder und Ines Bathen hielten dagegen. Zusammen mit Zuspielerin Mareike Hindriksen, Roosa Laakkonen, Juliet Lohuis und Ivana Vanjak sowie der bärenstarken Libera Lisa Thomsen war das Duo beinahe permanent gefordert. Gewechselt wurde allenfalls für kurze Ballwechsel. Juliane Langgemach und Chiara Hoenhorst kamen nicht zum Einsatz.

Zum 14:8 im zweiten Satz erarbeitete sich Münster erstmals einen echten Vorsprung, aber auf der anderen Seite standen auch widerspenstige Athletinnen. Sina Fuchs, die USC-Ehemalige, wurde zum Beispiel eingewechselt und blieb bis zum für sie bitteren Ende auf dem Feld. Obschon Drewniok Punkte in Reihenfolge machte, siegte Münster 25:23.

Und im umkämpften Takt ging es weiter: Über 12:9 und 22:18 lag der USC jetzt stets vorne. Ines Bathen imponierte erneut durch Willenskraft und starke Abschlüsse. „Es ist so wichtig für uns, dass Lisa Thomsen dabei ist“, lobte Trainer Teun Buijs vor allem die Libera, die beispielhaft durch die Gegend hechtete und die Mitspielerinnen immer wieder motivierte. Auch dieser Satz war eng, ging aber mit 25:23 an die Unabhängigen. Und die führten nun 2:1.

Der Vorteil gab Anschub, über 8:4 und 19:11 dominierte jetzt die vielseitigere Auswahl, die sich zu motivieren wusste und die Kulisse mitnahm. Der Satz-Krimi nahm seinen Lauf, denn aus dem 22:15 wurde ein 24:23, ehe Hindriksen, ganz frech einen verunglückten VCW-Angriff direkt nahm und den Ball in die hinterste Ecke platzierte. „Da haben zwei starke Teams toll gekämpft“, sagte Buijs. „Unsere Moral ist gut und sie trägt unser Spiel. Dass wir kämpfen und kämpfen, haben wir ja angekündigt!“ Und Wort gehalten hat seine Mannschaft ja auch.

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