So., 05.11.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Der perfekte Doppelpack für den USC gegen Wiesbaden und VCO

Mareike Hindriksen, Ivana Vanjak, Juliet Lohuis, Vedder, Lisa Thomsen und Ines Bathen einen Punktgewinn gegen den VCO Berlin.

Mareike Hindriksen, Ivana Vanjak, Juliet Lohuis, Vedder, Lisa Thomsen und Ines Bathen einen Punktgewinn gegen den VCO Berlin. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Besser hätte das Wochenende für den USC Münster ja kaum laufen können. Nach dem 3:1 gegen den VC Wiesbaden folgte das erwartete 3:0 gegen den VCO Berlin. Trainer Teun Buijs hat offenbar die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt.

Von Thomas Austermann und Henner Henning

Versprochen ist versprochen: Wie angekündigt, bringt der USC Münster das Feuer zurück an den Berg Fidel. Besonders der 3:1 (27:29, 25:23, 25:23, 25:23)-Sieg gegen den VC Wiesbaden sorgte bei den meisten der 1176 Zuschauern für Begeisterung. Und nur schlappe 19 Stunden später legte der Volleyball-Bundesligist nach und rundete seinen Doppelpack mit dem 3:0 (25:19, 25:16, 25:19) gegen den VCO Berlin ab.

Sechs Punkte an einem Wochenende, gleichbedeutend mit den Siegen drei und vier nach fünf Saisonspielen – was der neu formierte USC anbietet, lässt sich gut an, sieht schick aus und ist obendrein noch erfolgreich. Klar, die Siege gegen SW Erfurt (3:0) und nun gegen den Talentschuppen aus Berlin gehören in die Kategorie Pflicht, die jeweiligen 3:1-Erfolge gegen die Mitkonkurrenten SC Potsdam und Wiesbaden geben schon mehr Aufschluss auf die Potenziale, die Trainer Teun Buijs aus diesem jungen Team herauskitzeln will – und offensichtlich auch kann. Dabei trotzten die Unabhängigen auch gegen den VCW immer wieder Nackenschlägen: Im ersten Satz lag der Gastgeber kurz vor Schluss 22:19 vorne, gab diesen dann mit 27:29 aber noch ab. Oder im vierten und gleichzeitig letzten Durchgang, als der USC beim 20:12 bereits wie der sichere Sieger aussah und dann beim 24:23 noch einmal bangen musste. „Unsere Moral ist gut, und sie trägt unser Spiel. Dass wir kämpfen und kämpfen, haben wir ja angekündigt“, sagte Buijs, der seine Libera lobte. „Es ist so wichtig für uns, dass Lisa Thomsen dabei ist“, sagte der Niederländer über die einsatz- wie flugfreudige Thomsen, die aus dem gut funktionierenden Kollektiv herausstach. Dazu avancierte Ines Bathen mit 24 Zählern zur Top-Scorerin, Ivana Vanjak (15) und Lena Vedder (12) punkteten ebenfalls zweistellig. Und da im Mittelblock Juliet Lohuis sowie Roosa Laakkonen Stabilität an den Tag legten und Mareike Hindriksen im Zuspiel ihre gewohnte Klasse nicht nur beim verwandelten Matchball zeigte, war Münster die vier Ballpunkte besser als Wiesbaden – und das reichte vor 1176 Zuschauern zum 3:1-Erfolg in einer spannenden Partie.

Deutlich weniger Adrenalin strömte am Sonntag durch die Halle Berg Fidel, zu groß war der Qualitätsunterschied zwischen dem USC und dem VCO. Zwar fehlte Münster die Leichtig- und Spritzigkeit, mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Konzentration aber war der Vergleich mit den Berlinerinnen ein eindeutiger. „Das war nicht einfach, gegen den VCO erwarten alle ein 3:0. Das Team hat es gut gemacht“, lobte Buijs, der allen Spielerinnen Einsatzzeit spendierte. So kam Chiara Hoenhorst beim 16:8 im dritten Satz zu ihrem Bundesliga-Debüt – und das gestaltete sich ansehnlich: Ass, Aufschlagpunkt und Matchball verwandelt. Nicht schlecht – das gilt auch für das ganze Wochenende.



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