Mo., 06.11.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga USC zeigt erstaunliche Reife zu frühem Zeitpunkt

Kräftemessen am Netz: USC-Zuspielerin Mareike Hindriksen (M.) bedient Roosa Laakkonen, die Berlins Merle Weidt (l.) im Block überwindet.

Kräftemessen am Netz: USC-Zuspielerin Mareike Hindriksen (M.) bedient Roosa Laakkonen, die Berlins Merle Weidt (l.) im Block überwindet. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Der Teamgeist passt, der Kampfgeist auch. Das hat der USC Münster in den ersten Wochen der neuen Saison schon nachgewiesen. Die Spielerinnen betonten auch nach den Siegen gegen Wiesbaden und den VCO Berlin, wie wichtig der Zusammenhalt ist.

Von Henner Henning

Der Spagat, den der USC Münster innerhalb von nur 19 Stunden schaffen musste, war kein leichter. Auf das aufwühlende und mitreißende 3:1 gegen den VC Wiesbaden folgte umgehend die Partie gegen den VCO Berlin. Der USC als klarer Favorit, der seine Pflicht erfüllen und drei Punkte liefern musste. Und obwohl die Mannschaft von Trainer Teun Buijs gegen die Talente vom Bundesstützpunkt nicht so glanzvoll auftrumpfte wie am Abend vorher, zeigten die Unabhängigen beim 3:0 gegen Berlin eine erstaunliche Reife.

„Es war nicht einfach, wir waren am Anfang etwas müde und nervös. Aber wir haben immer weiter gemacht und uns gesteigert“, sagte Roosa Laakkonen. Die finnische Mittelblockerin erhielt mit Juliet Lohuis im Mittelblock wie gegen Wiesbaden erneut den Vorzug vor Juliane Langgemach, die erst gegen Berlin im dritten Satz zum Zuge kam. Und sich nahtlos einfügte in die gut funktionierende USC-Gemeinschaft. „Der Teamgeist bei uns stimmt. Wir arbeiten hart und haben im Training, im Spiel und auch außerhalb Spaß miteinander. Ich denke, dass man es auch sieht“, erklärte Laakkonen.

In der Tat hellt der Volleyball-Bundesligist momentan die Gemüter seiner Fans auf, gerade das Wiesbaden-Spiel war ein emotionales Highlight in der noch jungen Saison. Viele packende Ballwechsel, Hochspannung bis zum letzten Punkt und eine Menge Kampfgeist auf beiden Seiten – das war Samstagabend-Unterhaltung bester Güte. „Das war ein super Spiel. Leider haben wir uns gegen Berlin zunächst schwer getan, da waren wir in allen Elementen schlechter als gegen Wiesbaden“, meinte Ines Bathen. Sie gehörte zu den ganz Auffälligen im USC-Dress, war gegen den VCW (24) und Berlin (12) jeweils Top-Scorerin und wurde zudem am Sonntag zur wertvollsten Spielerin gekrönt. „Das ist eine nette Anerkennung. Wichtiger aber ist, dass wir als Team gewinnen. Es ist cool, dass gegen Berlin alle zum Einsatz gekommen sind“, sagte Bathen.

So betrieb die 17-jährige Lina Alsmeier in ihrem erst dritten Bundesliga-Spiel Werbung in eigener Sache. Acht Zähler – darunter drei mit dem Aufschlag – waren durchaus vorzeigenswert. Und auch Chiara Hoenhorst bei ihrem Debüt im Volleyball-Oberhaus war bei ihrer Einwechslung direkt mit zwei Servicewinnern zur Stelle. „Nach dem 3:0 gegen Erfurt und dem 0:3 in Dresden wussten wir nicht, wo wir stehen. Nun haben wir gesehen, dass wir mithalten und gut spielen können. Es ist schön, dass sich unsere harte Arbeit in den Ergebnissen zeigt“, sagte Zuspielerin Mareike Hindriksen.

Die Resultate stimmen, wie Platz zwei in der Tabelle beweist. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme. Aber die verleiht der neu formierten USC-Mannschaft ganz sicher weiteres Selbstvertrauen.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5268229?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686216%2F