Mo., 06.11.2017

Volleyball: Frauen-Bundesliga Erste Bestandsaufnahme des USC fällt zufriedenstellend aus

Gemeinsam stark: Der USC mit (v.l.) Zuspielerin Mareike Hindriksen, Trainer Teun Buijs, Roosa Laakkonen und Juliet Lohuis erwischte einen guten Saisonstart.

Gemeinsam stark: Der USC mit (v.l.) Zuspielerin Mareike Hindriksen, Trainer Teun Buijs, Roosa Laakkonen und Juliet Lohuis erwischte einen guten Saisonstart. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Zwölf Punkte aus fünf Spielen: Der Auftakt in die neue Saison ist aus Sicht des USC Münster geglückt. Das überrascht, weil der Umbruch, der vollzogen wurde, doch groß war. Eine besondere Rolle spielt dabei ein Trio mit viel Erfahrung.

Von Henner Henning

Am kommenden Wochenende legt die Bundesliga eine Pause ein, der DVV-Pokal steht auf dem Plan. Zeit zum Luft holen ist zwar keine, für eine erste vorsichtige Bestandsaufnahme aber ist Raum. Und die kann sich aus Sicht des USC Münster sehen lassen.

Zumindest bis Mittwochabend sind die Unabhängigen mit zwölf Punkten aus fünf Spielen Tabellenzweiter. Eine mehr als solide Ausbeute, auf der Trainer Teun Buijs aufbauen kann und die der Mannschaft Glauben an die eigene Stärke vermittelt. Denn wo das Team vor dem Liga-Start stand, war nicht klar. Der Umbruch war groß, viel Bundesliga-Erfahrung verließ den Berg Fidel. Dafür kamen junge Kräfte wie Roosa Laakkonen (23), Lena Vedder (22), Ivana Vanjak (22), Juliet Lohuis (21) oder Lina Alsmeier (17), die sich im Schnelldurchgang an die mitunter raue Luft im Oberhaus gewöhnt haben. Nicht selbstverständlich. „Ich bin zufrieden, wie sich die Dinge entwickeln. Es ist wichtig, dass wir jede Woche besser Volleyball spielen. Und ich sehe Sachen, die besser und besser werden“, sagte Buijs.

Auch in dem Doppelpack des Wochenendes. Zunächst rang der USC mit spielerisch starken Elementen, mit Willen wie Moral den VC Wiesbaden nieder und meisterte dann die für den Kopf nicht leichte Aufgabe gegen den VCO Berlin. „Am Samstag war das ein gutes Niveau, gegen Berlin konnte ich ein paar Dinge ausprobieren“, erklärte der 57-jährige Niederländer, der etwa Als­meier, Bundesliga-Debütantin Chiara Hoenhorst oder auch Zuspiel-Backup Katja Kylmäaho und Juliane Langgemach Spielzeit gab.

Es scheint zu passen bei den Unabhängigen, die bei allem jugendlichen Eifer auch von der Routine eines ganz erfahrenen Trios profitieren. Ines Bathen hat zu alter Leichtigkeit gefunden und gehört zu den verläss­lichen Scorerinnen. Libera Lisa Thomsen füllt die ihr angedachte Führungsrolle vorbildlich aus, geht mit Leistung voran und findet stets motivierende wie aufbauende Worte. Gleiches gilt für Mareike Hindriksen, die Kapitänin der USC-Truppe. Gegen Wiesbaden verwandelte sie mit einer Bierruhe den Matchball und findet in der Zentrale auch in schwierigen Momenten meist eine gute Lösung. „Wir entwickeln uns und haben gesehen, dass wir mit den direkten Konkurrenten mithalten können, wenn wir gut spielen“, sagte die 29-Jährige, die am Dienstag (18 Uhr) im Test am Berg Fidel gegen den Dritt­ligisten BW Aasee ebenso eine Pause erhalten soll wie Ba­then und Thomsen. Spätestens ab Mittwoch aber, wenn der USC sich auf das Pokal-Achtelfinale bei den Stralsunder Wildcats vorbereitet, ist das Trio dann auch wieder mittendrin statt nur dabei. Denn eine böse Überraschung wollen auch sie an der Ostsee nicht erleben.



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