Fr., 10.11.2017

Volleyball: Bundesliga Ex-Nationalspielerin Schaus schließt mit Rückkehr die Lücke beim USC

Schon 2013/14 trug Nadja Schaus das USC-Trikot. Nun hofft die 33-Jährige auf eine bessere Saison als damals.

Schon 2013/14 trug Nadja Schaus das USC-Trikot. Nun verspricht die 33-Jährige dass die der Mannschaft schnell helfen kann. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nadja Schaus verstärkt den USC Münster ab sofort. Die vielseitige Angriffsspielerin, die schon 2013/14 für den Verein spielte, unterzeichnete einen Vertrag bis zum Saisonende. Ihre Verpflichtung ist eine Reaktion auf zwei längerfristige Ausfälle.

Von Thomas Rellmann

An Routine fehlt es dem USC Münster in dieser Saison ganz bestimmt nicht mehr. Am Freitag verkündete der Bundesligist die Verpflichtung von Ex-Nationalspielerin Nadja Schaus, die nach Lisa Thomsen und Mareike Hindriksen die dritte Ü-30-Kraft im Kader ist und die Lücke schließt, die durch die schwere Erkrankung von Ivana Bulajic (wir berichteten) und das bei Luisa Keller diagnostizierte Pfeiffersche Drüsenfieber entstanden ist.

In Münster immer wohl gefühlt

„Es war mega-spontan“, so die Masterstudentin der Psychologie (Fern-Uni Hagen), die sich nicht zwingend auf der Club-Suche befand. „Ich war direkt von der tollen Atmosphäre in der Mannschaft angetan. Und in Münster habe ich mich schon immer sehr wohl gefühlt.“

Ja, für die seit dieser Woche 33-Jährige ist es nicht der erste Halt am Berg Fidel. In der Saison 2013/14 lief es für den Verein allerdings nicht wie gewünscht. Trainer damals war der heutige Sportliche Leiter Axel Büring. Der sagt heute: „Damals hatten wir ein schwieriges Jahr.“ Der Kontakt hielt aber, vor wenigen Wochen trafen sich beide auf einen Kaffee, als Schaus zufällig in Münster war. Da sie vertragslos war, lag eine Zusammenarbeit auf der Hand, obwohl sich das Gespräch anfangs gar nicht um Volleyball drehte. „Dass sie so kurzfristig verfügbar war, ist für uns interessant, da wir ja sowieso den Markt sondiert haben“, so Büring.

„Sie wird Gas geben müssen“

Also trainierte die Rechtshänderin schon mal mit – und unterschrieb nun bis zum Saisonende. „Sie wird Gas geben müssen“, sagt ihr Ex-Coach. „Natürlich hat sie sich fit gehalten, aber sie ist nicht auf dem Stand der anderen, das ist ja klar. Sie wird uns jetzt nicht sofort retten“, sagt der 50-Jährige.

Muss sie auch gar nicht. Denn es läuft bislang ja gut. Allerdings werden die Auswahlmöglichkeiten für Cheftrainer Teun Buijs noch größer. Vorgesehen ist Schaus als Backup auf der Diagonalstelle. Sie kann aber auch außen oder sogar notfalls in der Mitte agieren. „Ihre Vielseitigkeit ist ein Plus“, sagt Büring. „Und sie ist ein positiver Typ, die Integration geht schnell. Eine, die hilft.“ Chefcoach Teun Buijs erhofft sich einen weiteren Qualitätssprung: „Sie ist sehr erfahren, eine gute Athletin, immer motiviert. Ein Glücksfall für uns.“ Er betont genau wie Büring ihre Klasse im einbeinigen Angriff.

Schaus Laufbahn

Nach dem Jahr beim USC zog Schaus jeweils für eine Serie weiter zu Münsters Erstliga-Konkurrenten Köpenicker SC und SC Potsdam, zuletzt spielte sie bei Volley Köniz in der Schweiz. Überhaupt kann sich ihre Vita sehen lassen. Neben 54 A-Länderspielen blickt sie auf Stationen unter anderem bei Bayer Leverkusen, dem 1. VC Wiesbaden, dem Schweriner SC (mit dem sie Deutsche Meisterin wurde) und Allianz MTV Stuttgart zurück. Rumgekommen ist Schaus allemal: Seit 2009 hat die 1,88 Meter große Angreiferin jährlich gewechselt.



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