Di., 16.01.2018

Volleyball: Damen-Bundesliga USC-Libera Thomsen im Interview: „Teun Buijs hat jede besser gemacht“

Die den Ball tanzen lässt: Libera Lisa Thomsen spielt zum zweiten Mal für den USC. Die Ex- Nationalspielerin hat großen Anteil an der bisher erfolgreichen Saison.

Die den Ball tanzen lässt: Libera Lisa Thomsen spielt zum zweiten Mal für den USC. Die Ex- Nationalspielerin hat großen Anteil an der bisher erfolgreichen Saison. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Zuletzt lief es nicht mehr wie geschmiert beim USC Münster. Libera Lisa Thomsen spricht nach drei Niederlagen am Stück über die aktuelle Phase, aber auch über die Entwicklung, die gerade die jungen Spielerinnen unter Trainer Teun Buijs nehmen.

Die Bundesliga-Hinrunde schlossen die ­Volleyballerinnen des USC Münster nahe am Optimum ab. Aktuell verblasst der Glanz ein bisschen. Beim 1:3 am Sonntag gegen Dresden kassierte der USC die dritte Niederlage in Folge. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit Ex- ­Nationalspielerin und Libera Lisa Thomsen (32).

Was läuft da gerade schief beim USC?

Lisa Thomsen: Gar nicht so viel. Wir haben auf ­ziemliches Verletzungspech reagieren müssen – so etwas braucht Zeit. Natürlich schmerzte die Niederlage zu Jahresbeginn in Erfurt, aber da fehlten uns nach der ­personellen Umstellung die Automatismen. Und Dresden ist einfach richtig gut. Da musst du jede, wirklich jede Chance nutzen – das haben wir nicht geschafft.

Gegen Dresden schienen einige im Team richtig ­weiche Knie zu haben . . .

Thomsen: Es war schwer gegen den DSC. Auch emotional. Wir sind zwei Sätze lang nicht einmal in einen Flow gekommen. Der Gegner hat kaum Fehler gemacht, das frustriert dann schon ein wenig. Wir haben trotzdem weitergemacht und noch einen Satz gewonnen. Das war sehr wichtig.

Am Sonntag standen je eine 16- und eine 17-Jährige in der Startformation. Was können die erfahrenen Spielerinnen tun, um ihnen zu helfen?

Thomsen: Wir können Tipps geben – das wird in der einen oder anderen Situation auch helfen. Doch am Ende muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Nur dann kommt man voran, das ist der Schlüssel zu einer Karriere.

Aachen ist in der Tabelle vorbeigezogen. Hinter Ihnen drückt Wiesbaden – und Vilsbiburg wird auch immer besser. Der USC könnte noch auf Platz sieben zurückfallen . . .

Thomsen: Noch sind wir Fünfter und punktgleich mit Aachen. Ich sehe das nicht dramatisch. Aber natürlich: Es ist hinter Dresden, Schwerin und Stuttgart sehr, sehr eng. Da kann wirklich ­jeder jeden schlagen. Überraschend kommt dies aber nicht, wir haben das doch vorher gewusst.

An diesem Sonntag spielt der USC in eigener Halle gegen den Tabellenachten SC Potsdam. Ein wichtiges Spiel . . .

Thomsen: Ja, natürlich. Aber das wäre es auch dann, wenn wir vor Weihnachten gegen Aachen oder später dann in Erfurt gewonnen hätten. Mit einem Sieg können wir unsere gute Position festigen.

Ihr Trainer Teun Buijs ist von seinem Dresdner Kollegen Alexander Waibl sehr gelobt worden . . .

Thomsen: Völlig zu Recht. Teun ist ein sehr guter Trainer. Er hat im letzten halben Jahr jede Spielerin besser gemacht. Und wenn ich jede sage, meine ich tatsächlich auch jede.

Vor Ihrer Rückkehr nach Münster haben Sie in der 2. Liga gespielt. Wie wohl fühlen Sie sich beim USC?

Thomsen: Sehr wohl. Wir haben super Mädels in der Mannschaft. Ich bin froh, dass ich im Sommer für zwei Jahre unterschrieben habe.



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