Fr., 19.01.2018

Volleyball: Frauen-Bundesliga USC hofft gegen Potsdam auf Ende der Punktediät

Ines Bathen darf sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Gegen Dresden überzeugte die 27-Jährige als Einwechselspielerin in den Sätzen drei und vier.

Ines Bathen darf sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Gegen Dresden überzeugte die 27-Jährige als Einwechselspielerin in den Sätzen drei und vier. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Nach drei Niederlagen in Serie steht der USC Münster gegen den SC Potsdam im Heimspiel in der Pflicht. Ein Sieg wäre hilfreich, um etwa Platz vier nicht aus den Augen zu verlieren. Denkbar ist die Rückkehr von Ines Bathen in die Startformation.

Von Wilfried Sprenger

Gänzlich unfreiwillig unterzog sich der USC Münster in den vergangenen Spielen einer Punktediät, das hat ihn den Platz im Dunstkreis der Schwergewichte gekostet. Drei Niederlagen in Reihe ließen den Volleyball-Bundesligisten im Klassement von Rang vier auf sechs purzeln. Das muss nicht zwingend ein Trend sein. Wenn Münster bald wieder zulegt, kann es die Dinge rasch drehen. Im Heimspiel am Sonntag (14.30 Uhr, Berg Fidel) gegen den SC Potsdam bietet sich die Chance. „Es ist für beide Mannschaften eine sehr wichtige Partie“, sagt Trainer Teun Buijs, „wir wollen unseren Platz in der Mitte der Tabelle festigen. Potsdam braucht den Sieg, um ein bisschen heranzukommen.“ Aktuell trennen die Konkurrenten zwei Plätze und satte acht Punkte.

Zuletzt gegen Spitzenreiter Dresden (1:3) stand Münster zwei Sätze neben sich, schon direkt nach der Begegnung begannen Coach und Spielerinnen mit der Ursachenforschung. Mit dem Abstand von einigen Tagen erklärt Buijs: „Wir sind eine junge Mannschaft, die Dresden als superstarkes Team angenommen hat. Wir hatten zu viel Respekt und haben uns kleiner als nötig gemacht. Erst in den Sätzen drei und vier war zu sehen, dass wir gar nicht so weit weg sind.“

Dresden ist mit der Analyse vom Tisch, jetzt liegt der Fokus komplett auf Potsdam. Der USC gewann das Hinspiel 3:1, ein zweiter Dreier gegen die Brandenburgerinnen würde wohl mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ versehen. Der Blick auf das beinharte Folgeprogramm unterstreicht die Bedeutung: Auswärtsspiel beim Vierten Wiesbaden, Heimpartie gegen den Zweiten Stuttgart, Reise zu den formstarken Roten Raben Vilsbiburg, Heimbegegnung mit Meister Schwerin – da wird die Luft in den kommenden Wochen vermutlich sehr, sehr dünn.

Mit Ausnahme der Langzeit-Ausfälle (Ivana Bulajic und Lena Vedder) tritt der USC am Sonntag in bester Formation an. Offen ließ der Trainer am Freitag die Besetzung der Diagonalposition. Gegen Dresden begann die 16-jährige Luisa Keller, zuvor in Erfurt Liza Kastrup (18). Beide gaben dabei ihr Debüt im Start-Sechser. „Sie haben es ordentlich gemacht, brauchen aber noch Zeit, um in diese Rolle reinzuschlüpfen und sie komplett auszufüllen“, erklärt Buijs. Gleiches gelte für die erfahrene Nadja Schaus (33), die im November nachverpflichtet worden war. „Wir wollten Nadja binnen zwei Monaten in eine gute Form bringen. Durch Verletzungen und Erkrankungen hat sich der Prozess verzögert“, so der Trainer. Etwas überraschend zählte Ines Bathen zuletzt nicht zum Start-Personal. „Sie kam aus einer Verletzungspause, ich wollte sie als Joker in der Hinterhand haben. Leider hat sie nach ihrer ersten Einwechslung ein paar Fehler gemacht. Aber alles gut: Im dritten und vierten Satz war Ines wieder richtig stark“, sagt Buijs. Gut möglich also, dass die dienstälteste Spielerin im USC-Trikot gegen Potsdam wieder beginnt.

Carli wütet

► Die Hauptrunde der vergangenen Saison beendete der SC Potsdam auf Platz vier. Es gab reichlich Blumen für die Brandenburgerinnen, doch der Glanz ist verblichen. Aktuell ist der SCP lediglich Achter des Klassements und liegt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das muss auch für Trainer Davide Carli überraschend gekommen sein. Nach intensiver und durchaus erfolgreicher Vorbereitung hatte der Coach vor Saisonstart kess gesagt: „Ich hoffe, wir sind noch besser als im letzten Jahr.“ Aktuell deutet wenig daraufhin, nur vier der bislang zwölf bestrittenen Begegnungen gewann sein Team. Von Platz vier trennen Potsdam satte zehn Punkte. Erst am Mittwoch unterlagen die Carli-Schützlinge beim Spitzenreiter Dresden 1:3 (25:22, 19:25, 20:25, 11:25). Hernach ging der enttäuschte Coach mit seinem Team hart ins Gericht. „Wenn du gegen Dresden eine Chance haben willst, müssen alle kämpfen. Wir sind an der mangelnden Einstellung einiger Spielerinnen gescheitert, sie haben uns alles kaputtgemacht“, wetterte Carli. ► Der VC Wiesbaden, momentan Vierter des Klassements, ist auf der Suche nach einem Ersatz für die erkrankte Jennifer Keddy fündig geworden. Die Hessinnen verpflichteten die international erfahrene Serbin Tanja Sredic (26) vom serbischen Erstligisten Spartak Subotica.



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