Fr., 26.01.2018

Volleyball: Damen-Bundesliga USC hofft in Wiesbaden auf einen guten Tag

Hilft auch in Wiesbaden wieder aus: die reaktivierte USC-Libera Linda Dörendahl.

Hilft auch in Wiesbaden wieder aus: die reaktivierte USC-Libera Linda Dörendahl Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Die Bedeutung der Auswärtspartie beim VC Wiesbaden liegt für den USC Münster auf der Hand. Schließlich sind die Hessen ein direkter Rivale im Rennen um Rang vier. Libera Lisa Thomsen steht zwar wieder im Kader, doch auch Aushilfe Linda Dörendahl ist dabei.

Von Henner Henning

Teun Buijs könnte in dieser Saison seinen Meister der Improvisation machen. Kaum eine Woche vergeht ohne Hiobsbotschaft, ständig ist der Niederländer gezwungen, sein Personal neu aufzustellen. Da tut es auch einmal gut, dass vor dem Auswärtsspiel am Samstag (19 Uhr) beim VC Wiesbaden sein Kader nahezu unverändert ist.

Rechtzeitig fit für den Klassiker gegen den VCW ist Juliet Lohuis. Die Mittelblockerin konnte nach einem fiebrigen Infekt wieder das komplette Programm absolvieren. Auch ihre Positionskollegin Roosa Laakkonen hat ihre leichte Fingerblessur auskuriert und ist neben Lohuis und Juliane Langgemach eine Option für die Mitte, in der Buijs eine positive Entwicklung sieht. „Da waren wir nicht immer stabil in der Leistung. Aber im Block und im Angriff wird es besser und besser“, lobt der Chefcoach, der ganz ohne Puzzelei dann doch wieder nicht auskommt.

Denn ein Einsatz von Lisa Thomsen in der Startformation ist Stand Freitagnachmittag nicht angedacht, nach ihrer Sprunggelenksverletzung samt Kapselriss soll die Libera nicht anfangen. Und da ihre Vertretung mit Linda Dörendahl eine hochkarätige ist, sind in diesem Fall nur wenige bis gar keine Sorgenfalten beim Trainer zu erkennen. „Linda hat es am Sonntag gegen Potsdam sehr gut gemacht. Mit so einer Leistung rechne ich wieder“, sagt Buijs. Die Qualitäten der 33-Jährigen, die ihre Bundesliga-Karriere im Sommer beendet hatte und seitdem für den USC II in der Regionalliga angreift, schätzt der Coach.

Wie auch ihre Erfahrung, die Dörendahl in Wiesbaden einbringen will und muss. Auch an ihr werden sich die jungen Kräfte wie Liza Kastrup (18) und Luisa Keller (16) orientieren und Halt suchen. Wie auch an Zuspielerin und Kapitänin Mareike Hindriksen, die sich im Zusammenwirken mit den Diagonalen nun auf zwei Linkshänderinnen einstellen darf. Nach den Ausfällen von Ivana Bulajic und Lena Vedder experimentierte Buijs auf dieser Position viel, sieben Spielerinnen probierten ihr Glück. „Ich habe nun die Entscheidung getroffen, dass Liza und Luisa dort spielen werden. Das ist für Nadja Schaus nicht so schön, aber ich denke, dass dies für uns das Beste ist. Auch wenn wir auf der Diagonalen immer noch unterwegs sind und uns entwickeln“, sagt Buijs.

Den nächsten Schritt in diesem Prozess soll das junge Duo im Optimalfall schon gegen Wiesbaden machen. S chließlich sind der Pokalfinalist um Angreiferin Kimberly Drewniok oder das frühere USC-Duo Irina Kemmsies und Sina Fuchs wie auch die Ladies in Black Aachen mit Münster ein Kandidat für Platz vier. Ein Zähler liegen die Hessen hinter dem USC, der gerne auch am Samstagabend noch Vierter und damit vor seinem Tabellennachbar wäre. „Aber das ist eine schwere Aufgabe. Wiesbaden hat auf jeder Position viel Qualität und tritt sehr homogen auf“, sagt Buijs, der gute Erinnerungen an den 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel hat. „Um den aber zu wiederholen, müssen wir einen guten Tag erwischen.“



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