So., 28.01.2018

Volleyball: Damen-Bundesliga USC findet kein Mittel gegen Wiesbadens Dreigestirn

Starker Auftakt, starkes Ende, dazwischen aber auch mit Pausen: Ivana Vanjak wurde als wertvollste USC-Spielerin in Wiesbaden ausgezeichnet, hatte aber auch mit den Nachwirkungen eines grippalen Infekts zu kämpfen.

Starker Auftakt, starkes Ende, dazwischen aber auch mit Pausen: Ivana Vanjak wurde als wertvollste USC-Spielerin in Wiesbaden ausgezeichnet, hatte aber auch mit den Nachwirkungen eines grippalen Infekts zu kämpfen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Im Rennen um den wertvollen vierten Platz in der Bundesliga ist der USC Münster ins Hintertreffen geraten. Beim VC Wiesbaden gab es eine 1:3-Niederlage, nachdem der Gast geführt hatte, dann aber die gegnerische Qualität anerkennen musste.

Von Henner Henning

Im Vorfeld der Partie hatte Teun Buijs schon prognostiziert, dass der USC Münster einen guten Tag benötigen würde, um aus Wiesbaden etwas Zählbares mit an den Berg Fidel zu nehmen. Doch die Hoffnung auf eben diesen erfüllte sich nicht, der Volleyball-Bundesligist verlor beim VC Wiesbaden mit 1:3 (25:23, 15:25, 19:25, 19:25) und musste damit den direkten Konkurrenten auf Rang vier vorbeiziehen lassen.

Die vergangenen Tage und Wochen mit den Verletzungs- und Krankheitsgeschichten schienen den USC zu Beginn der Partie nicht zu beeindrucken. Erneut mit der reaktivierten Linda Dörendahl für die weiter angeschlagene Lisa Thomsen als Libera sowie mit Luisa Keller auf der Diagonalposition begann Münster vielversprechen. Nach einem Triple von Ivana Vanjak stellte Münster von 7:6 auf 10:6, der Gast war vor 1905 Zuschauern in der Spur – und ließ sich auch nicht durch die Ausgleiche des VCW (15:15, jeweils von 20:20 bis 23:23) aus dem Rhythmus bringen. Ines Bathen besorgte mit einem erfolgreichen Angriff die Satzführung. „Unser taktischer Plan war gut und hat funktioniert. Wir haben gut aufgeschlagen und kreativ gespielt. Aber dann hat Wiesbaden darauf reagiert“, so Buijs.

Diese Reaktion fiel heftig, ja zu heftig für den USC aus. Der Pokalfinalist erhöhte Druck und Tempo in Angriff wie Aufschlag und bereitete den Unabhängigen damit reichlich Probleme. So war es Dora Grozer – sie wurde wie auf Münsters Seite Ivana Vanjak wertvollste Spielerin – mit sechs Punkten in Serie, die den VCW zum 9:4 in Abschnitt zwei entscheidend in Vorteil brachte. Die 22-Jährige (17 Punkte), einst kurzzeitig am Sportinternat Münster, bildete mit Kimberly Drewniok (19) und Tanja Großer (14) das durchschlagskräftige Dreigestirn Wiesbadens, gegen das der Gast kein Mittel fand. Nicht in Satz zwei, nicht in Satz drei und nach einem vielversprechenden Start in Satz vier auch nicht.

In dem war die zwischenzeitlich abgetauchte und auch ausgewechselte Vanjak – der Deutsch-Kroatin merkte man den grippalen Infekt der Vorwoche noch an – wieder da und punktete bis zum 12:9 fünffach. Doch der folgende 0:7-Lauf war zu viel für den USC, der den stabilen VCW nicht zu stoppen vermochte. „Wir konnten Wiesbadens Qualität nicht widerstehen, haben keine Lösungen gefunden. Aber wir haben gut gekämpft“, erklärte Buijs, der viel versuchte und zwölf Spielerinnen einsetzte. Letztlich vergebens, Münsters jüngste Krankenakten waren eine zu große Hypothek gegen die starken Hessen.



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