Fr., 09.02.2018

Fußball: 3. Liga Preußen planen das Ende der Negativserie gegen den 1. FC Magdeburg

Komm in meine Arme: Münsters Jeron Al-Hazaimeh findet nach einer frustrierenden Hinrunde nun unter Coach Marco Antwerpen zu alter Stärke zurück, hier bearbeitet er den Bremer Ousman Manneh.

Komm in meine Arme: Münsters Jeron Al-Hazaimeh findet nach einer frustrierenden Hinrunde nun unter Coach Marco Antwerpen zu alter Stärke zurück, hier bearbeitet er den Bremer Ousman Manneh. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sechster Anlauf, erstes Erfolgserlebnis? Jedenfalls will Preußen Münster nach dem Gastspiel in der 3. Liga beim 1. FC Magdeburg am Samstag (14 Uhr) die Heimreise mit Zählbarem antreten. Bislang gewann der FCM immer gegen den SCP. Münster kommt aber mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge.

Von Alexander Heflik

Was die Trainingsbedingungen in dieser Woche betraf, so dürfte Waffengleichheit zwischen Preußen Münster und dem 1. FC Magdeburg herrschen. Hüben wie drüben konnte nur auf Kunstrasen geübt werden. Das Aufeinandertreffen am Samstag (14 Uhr) in der MDCC-Arena in Magdeburg wird allerdings auf Naturrasen stattfinden. Der, so die Informationen, die in Münster ankamen, in einem ähnlich ramponierten Zustand wie das Geläuf im Preußenstadion sein soll.

Fotostrecke: SC Preußen Münster vs. 1. FC Magdeburg

Abschlusstraining gestrichen 

Dem SCP ist das einerlei. Am Freitag wurde das Abschlusstraining in Münster gestrichen. Stattdessen fuhr der Bus früh gen Magdeburg, die letzte Einheit findet nahe der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt statt. Am Spieltag gilt es die positive Serie der letzten drei Partien zu pflegen. Drei Siege sorgen für Erleichterung beim SCP. Drei Siege der Preußen sorgen für ausgefahrene Antennen beim 1. FC Magdeburg. Die Vermutung liegt nahe, dass der SC Preußen im sechsten Drittliga-Vergleich nicht klaglos die sechste Niederlage hinnehmen will. Trainer Marco Antwerpen stellt schon mal klar: „Wir wollen gewinnen.“

Gegner-Check: 1. FC Magdeburg

Ausgangslage: Drei Spiele in 2018, kein Sieg, ein Punkt, dennoch weiter Tabellenzweiter. Die Magdeburger notieren den Anflug einer Krise. Kapitän Marius Sowislo sagt aber: „Wenn wir an unserer Leistungsgrenze gespielt hätten, würde ich mir Sorgen machen. Doch wir haben noch viel Potenzial nach oben.“ Dennoch sind die Niederlagen gegen Würzburg und Schlusslicht Erfurt sowie die Nullnummer gegen Meppen Warnschüsse für den Aufstiegsaspiranten. Wiesbaden und Rostock warten nur auf einen weiteren FCM-Ausrutscher.

Personal: Viele Ausfälle gibt es nicht zu vermelden, die Hausherren werden auf ihr 3-4-3 setzen, Torjäger Christian Beck traf diese Saison erst sieben Mal, Mittelfeldspieler Michel Niemeyer dagegen schon sechs Mal.

Trainer: Jubiläum für Trainer Jens Härtel (Vertrag bis 2019), die Heimpartie gegen Münster ist sein 100. Drittliga-Spiel. Seine Bilanz ist stark. 45 Siege, 29 Unentschieden und 25 Niederlagen. Er schaffte als Trainer drei Aufstiege mit Germania Schöneiche aus der Verbandsliga, mit RB Leipzigs U 19 in die Bundesliga und mit Magdeburg in die 3. Liga.

Kuriosum: Einst machten Magdeburgs Kapitän Marius Sowislo und Preußen-Trainer Marco Antwerpen in Münster gemeinsame Sache. Am 3. März 2007 erlegten die Angreifer praktisch im Alleingang in der Oberliga Westfalen den Nachbarn SV Emsdetten 05 mit 3:0. Antwerpen und Sowislo (2) trafen. Antwerpens Karriere endete 2008, dagegen startete Sowislo seit 2012 in Magdeburg durch. Aufstieg in die 3. Liga, Kapitän – und in fünf Partien gegen Münster immer siegreich.

Trotz Siegesserie noch einiges zu tun

Nach dem letzten Erfolg in Bremen, als Münster einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg umwandelte, wäre normalerweise eine Debatte um die Startelf obsolet. Die elf Mann, die die Wende geschafft hatten, wären in der Regel auch die elf Mann, die in Magdeburg auflaufen sollten. Man ändert doch nicht eine solch siegreiche Formation, oder?

Aber Coach Antwerpen will sich nicht in die Karten schauen lassen. Er weiß, dass nur mit einer unglaublich disziplinierten, furchtlosen und aggressiven Verteidigung irgendwas in Magdeburg zu holen sein wird. Daran wurde weiter gearbeitet, trotz der Siegesserie ist noch einiges zu tun.

Die Besetzung beim SCP

Als die Reisegruppe des SCP in den Bus stieg, da sah Antwerpen 17 der 18 Gesichter, die zuletzt auch nach Bremen mitgenommen wurden. Einzig Nico Rinderknecht blieb daheim. Er hatte sich am Mittwoch in einem Zweikampf im Training mit Sandrino Braun verletzt. Schlimmes wurde befürchtet, aber die MRT-Untersuchung ergab „nur“ eine Knochenprellung – die Pause dürfte nur eine Woche sein. Dafür rückte der Franzose Stéphane Tritz ins 18er-Aufgebot. Fabian Menig, als Rechtsverteidiger eine der Entdeckungen der kurzen Ära Antwerpen, hat seine Achillessehnenbeschwerden ausgestanden. Dagegen blieb Tobias Warschewski (Grippe) genauso daheim wie auch Torwart Nils Körber (Muskelfaserriss). Die Langzeitverletzten Sebastian Mai und Benjamin Schwarz sind aktuell sowieso noch kein Thema für einen Wettkampf.

► Münster: Schulze Niehues – Menig, Schweers, Scherder, Al-Hazaimeh – Braun, Wiebe – Hoffmann, Rizzi, Rühle – Grimaldi



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