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COESFELD. Zweites Remis der Borussen in Folge, doch so spektakulär wie das 4:4 vor einer Woche gegen Marl-Hüls war das 0:0 am Sonntag bei Eintracht Coesfeld nicht.
Nico Niemeier rückte für den verletzten Kapitän Marcel Langenstroer auf die Sechserposition. (Foto: Bernd Oberheim )
Was aber nur an den fehlenden Toren lag. Ansonsten schenkten sich zwei gute Mannschaften 90 Minuten lang nichts, beide hatten ihre Chancen, beide machten nichts daraus. Wobei die Gastgeber sicherlich die "dickeren Dinger" hatten.
Acht Minuten lang machten die Coesfelder mächtig Dampf, doch mehr als ein Abseitstor sprang nicht dabei heraus. Dann befreiten sich die Borussen mehr und mehr, hatten schließlich die erste echte Möglichkeit der Partie. Pantelis Kalaitzidis drang von links in den Strafraum ein, bediente Marcus Meinigmann, doch der scheiterte am Pfosten. 13 Minuten später versuchte es Kalaitzidis mit einem ansatzlosen 30-Meter-Schuss - knapp vorbei.
Dann muckte Coesfeld wieder auf. Oliver Leifken flankte von rechts, Christian Drees war zur Stelle, traf aber nur den Außenpfosten - mit dem 0:0 ging's in die Kabinen.
Vor dem Spiel hatte es kräftig geregnet, auffällig dass die Borussen auf dem nassen Untergrund immer wieder ausrutschten. Als kurz vor der Pause kräftiger Dauerregen einsetzte, der bis zum Schlusspfiff nicht mehr aufhörte, wurde die Partie dann mehr und mehr zu einem Glücksspiel.
Coesfeld kontert
Bei dem Borussia mehr Spielanteile hatte, Coesfeld aber klasse konterte. Zumindest bis zum Strafraum, denn dort überboten sich die Gastgeber an Harmlosigkeit. So als Jens Paas in der 50. Minute am Tor vorbeischoss.
Oder als Moritz Uphoff in der 62. Minute ausrutschte, Marius Borgert freie Bahn hatte, clever den frei stehenden Oliver Leifken bediente, der das Leder auf die Latte setzte.
In der 80. Minute war Borgert erneut weg, diesmal passte er auf Drees, doch der scheiterte am glänzend reagierenden Borussenkeeper Florian Haude.
In der Schlussphase verstärkte Borussia dann noch einmal den Druck. Peter Rios versuchte es endlich einmal aus der Distanz - vorbei (83.). Dann flankte Ladislav Velican, Rick Reekers hielt seinen Schlappen dazwischen, da hatte Eintracht-Keeper Nils Berding schon seine liebe Not.
Die letzte Möglichkeit aber gehörte erneut den Gastgebern, wieder war Marius Borgert der Ausgangspunkt. Klug spielte er auf Mario Worms, doch auch der fand frei stehend im bestens aufgelegten Florian Haude seinen Meister.
Von den Chancen her gesehen wäre ein Coesfelder Sieg am Ende vielleicht verdient gewesen, von den Leistungen beider Mannschaft war das Remis aber auch kein ungerechtes Resultat. Denn enttäuscht hatte keine der Mannschaften.
Und dass nicht immer alles so klappte, wie es sich die 22 Akteure vorstellten, hatte eben auch mit dem Wetter zu tun, bei dem man keinen Hund vor die Tür gejagt hätte. Der bestens bespielbare Rasenplatz war nach dem Schlusspfiff nur noch ein Acker, auf dem man knöcheltief einsank.
Die Zuschauer drängten sich unter der kleinen Tribüne im Sportzentrum West zusammen und konnten sich trotz des Engagements beider Teams nicht so richtig an diesem Spiel erwärmen. Denn dazu fehlten einfach die Tore.
Viele weitere Informationen rund um die Partie gibt es am Montag in der Printausgabe der Emsdettener Volkszeitung.