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Geknickte Wolbecker: Mit einer 0:4-Niederlage beim TuS Haltern verabschiedete sich die Truppe von Trainer Carsten Becker vorerst aus der Landesliga. In der kommenden Saison wird der VfL ein anderes Gesicht haben, kündigte Becker an. (Foto: Dersch)
Der kleine Funke Hoffnung auf das „Wunder“ war bereits nach nicht einmal einer Minute erloschen. Das Team von Carsten Becker stand kaum auf dem Platz, da lag es durch Daniel Haxter bereits mit 0:1 hinten. Wenn es noch Wol-becker gab, die nach der 1:6-Klatsche gegen den Mitkonkurrenten aus Roxel ernsthaft auf den Klassenerhalt spekuliert hatten, mussten sie spätestens jetzt einsehen: Diese Mission ist unerfüllbar. Und das lag vor allem an der eigenen Schwäche.
Unsicher, unstrukturiert, ohne Biss
Zu unsicher, zu unstrukturiert – und auch nicht bissig und aggressiv genug – agierte der VfL, um den frei aufspielenden Halternern, die ihrem scheidenen Spielertrainer Haxter offenbar einen fröhlichen Abschiedskick schenken wollten, an diesem Tag gefährlich zu werden und nach dem ohnehin sehr dünnen Strohhalm zu greifen.
Denn nach dem frühen Führungstor blieb der TuS am Drücker – und spielte ab der 23. Minute auch noch in Überzahl. Wolbecks Torhüter Moritz Ostrop verschätzte sich beim Rauslaufen böse, spielte den Ball außerhalb des Strafraums für alle sichtbar mit der Hand und wurde dafür von Schiedsrichter Claas Steenebrügge vom Platz gestellt. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung.
Und als erneut Haxter kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:0 (45.) traf, war die Gegenwehr des VfL endgültig gebrochen. Zumal Becker mit Gunvald Herdin (35.) und Ousseni Labo (46.) zwei seiner besten Kicker bereits früh angeschlagen auswechseln und damit seine Elf mal wieder durcheinander werfen musste.
Töpfer und Wulfmeier besiegeln die Pleite
Zum Glück für den VfL gingen die Halterner nach dem Wechsel äußerst schlampig mit ihren Möglichkeiten um, ließen die Zügel schleifen und gaben dem VfL so etwas Raum zur eigenen Entfaltung. Zu mehr als einem Lattenschuss von Michael Kluczniok reichte es für die Becker-Elf jedoch nicht, bevor Ole Töpfer (77.) und Hermann Wulfmeier (83.) mit ihren Kontertreffern den Wolbecker Abstieg endgültig klar machten. Tränen flossen anschließend nicht – auch das ist ein Zeichen.
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VfL: Ostrop - Honermeyer, Möller, Nsue Mangue, Vieira Carreira - Kluczniok, Hessel - Neuenstein (24. Lamping), Herdin (35. Gündogdu), Labo (46. Möllmann) - Terhaar.
Tore: 1:0 Haxter (1.), 2:0 Haxter (45.), 3:0 Töpfer (77.), 4:0 Wulfmeier (83.)
Rot: Ostrop (23.)