BORGHOST. Zugegeben, das 1:2 des BSV Roxel in der 80. Minute war unglücklich für den SC Preußen Borghorst. Doch letztlich hatten sich die Gastgeber selbst um den Lohn ihrer Anstrengungen gebracht. Ein weiter Einwurf von der linken Seite durch Claus Plischek kam trotz Aufsetzens im Fünfer ungehindert bis zum zweiten Pfosten. Torwart Frank Willing und Philipp Lürwer waren sich uneins, Manuel Beyer sagte „danke“.Von Detlef Held
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Roxels 1:0-Schütze Jan Dransmann verfolgt Preußens Kapitän Maximilian Langer (r.). (Foto: Bernd Oberheim)
Zum Fußballspielen war es eigentlich zu schön, vor allem wohl auch zu warm. Doch daran dachten die Gäste gar nicht. Sie begannen forsch, bestimmten das Spiel und brachte die verunsicherte SCP-Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Hinzu kam, dass die Preußen teils pomadig reagierten, fast immer zu spät waren und damit permanent hinterherliefen.
Wenn sie mal im Ballbesitz waren, dauerte es viel zu lange, bis der Ball in die Spitze kam. Und wenn, dann wurden Matthias Kappelhoff-Rickert und Matthias Brüggemann in Zweikämpfe verstrickt, konnten mit den Anspielen nichts anfangen, auch weil die Gäste resolut aber fair dazwischen gingen. Die Folge waren Ballverluste und viele Fehler, die Roxel zu klugen Angriffen nutzte. SCP-Keeper Frank Willing musste schon in der 4. Minute durchatmen, als der erste Schuss knapp vorbeistrich. In der 14. Minute parierte er gegen Jan Dransmann noch mit toller Flugeinlage. Kurz darauf war er aber machtlos, als Dransmann halbrechts durch die Abwehr spazierte, die auf Abseits spekuliert hatte. Doch der Roxeler täuschte ein Abspiel nur an, ging durch, 0:1.
Der SCP in Schockstarre. Nach vorne lief nichts zusammen, alles war zu durchsichtig. Die Gäste zogen sich etwas zurück, bestimmten dennoch das Spiel und blieben gefährlich. Und hätten in der 38. Minute fast erhöht, als Florian Reckels Freistoß aus gut 25 Meter sich unbeabsichtigt in den Winkel senkte. Doch Willing kam noch mit den Fingerspitzen dran.
Wie verwandelt
Die Pause tat den Preußen gut. Sie kamen wie verwandelt aus der Kabine, schnürten den BSV in seiner Hälfte ein. Auch die Zweikampfbilanz wurde besser und der SCP kam endlich zu Chancen. Pech hatte Thomas Grabowski, dessen 25-Meter-Hammer Roxels Keeper um den Pfosten lenkte (50.). Drei Minuten später tanzte Yannick Hagedorn im Strafraum einen Roxeler aus und vollstreckte aus zwölf Metern (1:1).
Danach war es fast ein Spiel auf ein Tor, doch die vielbeinige Gästeabwehr bekam immer wieder bei den gut gezielten Schüssen ein Bein dazwischen. So auch in der 64. Minute David Marx es aus 18 Metern probierte. Aus dem Nichts folgte dann der Schock in der 80. Minute. Zu allem Überfluss holte sich Thomas Grabowski in der Schlussminute auch noch die Gelb-Rote Karte ab, weil er den Roxeler Torwart beim Abschlag behinderte. Es war nicht der Tag des SCP.
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SC Preußen Borghorst – BSV Roxel 1:2 (0:1)
Tore: 0:1 (18.) Darnsmann, 1:1 (53.) Hagedorn, 1:2 (80.) Beyer
Gelb-Rot: Preußens Thomas Grabowski (90.)
SCP: Willing, Hagedorn (80.Eckelmeier), Greiling, Lürwer, Marx (68.Schabos), Teriete, Wierling, Langer (79. Wies), Brüggemann, Grabowski, Kappelhoff-Rickert