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AHAUS. Borussia Emsdetten ist endgültig in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga angekommen. Und keine Frage: Wenn die Mannschaft die Leistung, die sie Sonntag in Ahaus bot, konservieren kann, dann wird sie bis zum Ende der Saison ganz oben mitmischen.
Pantelis Kalaitzidis (l.) machte nicht nur wegen seiner beiden Toren sein bisher bestes Spiel im Borussendress. (Foto: Bernd Oberheim )
Es war mehr als beeindruckend, wie die Rot-Weißen in diesem Verfolgerduell auftrumpften. Beeindruckend vor allem für die überforderten Gastgeber.
Mit aggressivem Pressing zwang Borussia Eintracht Ahaus schon im Aufbau zu leichten Fehlern. Und so kam die gefürchtete Eintracht-Offensive - zumindest vor dem Wechsel - nie zur Entfaltung. In Ballbesitz trieben die Schützlinge von Trainer Robert Borgelt die Kugel durch Kurz- und Direktpassspiel vor die Ahauser Kiste. Und endlich nutzten sie dort dann auch ihre Chancen.
Nicht alle, denn dann wäre Ahaus an diesem Tag untergegangen. Aber zumindest so viele, dass der Erfolg zu wirklich keiner Phase in Gefahr geriet.
Lediglich in den ersten Minuten der Partie schien sich der erwartete offene Schlagabtausch zweier Spitzenmannschaften zu entwickeln. Doch das Spiel war noch keine zehn Minuten alt, da spielte nur noch eine Mannschaft: Borussia Emsdetten.
Die erste Chance gab's nach acht Zeigerumdrehungen: Lirim Beqiri legte einen Freistoß für Pantelis Kalaitzidis auf, dessen 26-Meter-Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.
Zwei Minuten später bediente Kalaitzidis Beqiri, im letzten Moment warf sich Dennis Schmidt dazwischen und verhinderte den Rückstand.
In der 21. Minute warf sich Schmidt erneut dazwischen - und verschuldete den Rückstand. Pantelis Kalaitzidis hatte sind auf links klasse durchgesetzt, drang in den Strafraum ein, mit langem Bein brachte Schmidt ihn zu Fall.
Kalaitzidis wollte diesen Elfmeter, er bekam ihn und - er verwandelte ihn gleich selber. Die Führung war längst hochverdient.
Und der Borussenexpress rollte weiter. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß aus der eigenen Hälfte klärte Eintracht-Keeper Marc Lüdiger außerhalb des Strafraums per Kopf genau auf Michael Rintelen, doch der schoss dem zurückeilenden Keeper in die Arme (28.).
2:0 durch Beqiri
Als Lüdiger in der 40. Minute den Ball erneut maßgerecht für Rintelen servierte, passte der in die Gasse, Lirim Beqiri hatte beim 2:0 gar keine Mühe mehr. Und fast hätte Kalaitzidis noch vor der Pause erhöht - Jens Niehues klärte zur Ecke.
Nach dem Wechsel versuchte Ahaus Dampf zu machen, doch Borussia ließ hinten gar nichts zu. Und schlug zu, ehe es noch einmal hätte brisant werden können. Marcus Meinigmann bereitete vor, Pantelis Kalaitzidis verwandelte - mit dem 3:0 nach 74 Minuten war alles klar.
Die Borussen aber waren noch nicht satt: Von rechts der Pass von Rick Reekers auf Lirim Beqiri, der leitete per Hacke weiter und Marcus Meinigmanns schoss aus 14 Metern mit Schmackes zum 4:0 ein.
Es ist Ahaus anzurechnen, dass die Mannschaft trotz der totalen Unterlegenheit bis zum Schluss alles versuchte. Nach einem Foul von Peter Rios an Rainer Hackenfort gab's erneut Elfmeter. Alexander Edel verwandelte. Doch Borussias Triumph konnte dieses Gegentor nicht mehr schmälern.
Mehr zum Spiel steht am Montag in der Printausgabe der Emsdettener Volkszeitung.