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Opels langer Weg
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DÜLMEN. Was das 1:1 bei TSG Dülmen wert war, zeigte sich erst nach der Partie: Da der BSV Roxel verlor, vergrößerte sich der Vorsprung der Borussen vor der Abstiegszone auf fünf Punkte.
Mit tollem Spurt und Dribbling auf der rechten Seite leitete Marcus Meinigmann das 1:1 ein. (Foto: prf)
Ganz klar also: Das 1:1 war ein Punktgewinn. Dem Spielverlauf aber hätte auch ein 0:0 entsprochen. Denn während die Borussen hinten fast nichts zuließen, gelang ihnen vorne genauso wenig. Eine einzige Chance hatte Dülmen aus dem Spiel heraus, der Kopfball von Christian Korte aber touchierte nur die Latte des Borussentores (22.).
Einmal noch war Dülmen nach einem Standard gefährlich, Alexander Spangenberg aber traf den Ball nach einer Ecke von Oliver Gerson nicht richtig (49.). Und einmal hatte Borussia richtig Glück: Als die Pfeife von Schiri Tim-Simon Heidefeld nach einem foul von Denis da Silva an Tobias Korte im Strafraum stumm blieb (31.).
Wenn der Schiri nicht pfeift
Stumm blieb Heidefelds Pfeife auch beim kuriosen Dülmener Führungstreffer (64.). Nach einem weiten Pass aus der Dülmener Hälfte hob Assistent Franz-Werner Ortlepp seine Fahne - Abseits. Heidefeld aber sah, dass weit und breit niemand Borussenkeeper Florian Haude gefährden, dieser den Ball in Ruhe aufnehmen konnte. Haude aber hatte längst die gehobene Fahne antizipiert, und kickte den Ball locker zum Freistoß. Genau auf den gerade eingewechselten Gi, der das Leder ins leere Tor schieben konnte ... Merke: Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Und nicht, wenn der Assistent seine Fahne hebt ...
Dieses Tor hatte aber auch sein Gutes für die Borussia. Denn endlich war das Team richtig wach, gab jetzt endlich Vollgas. Und prompt kam Dülmen ins Schwimmen.
Fehlender Mut
Das Borussia vorher nur einmal gefährlich war - Michael Rintelen setzte eine Flanke von Marcus Meinigmann volley über das Tor (34.) - war nämlich weniger Dülmener Verteidigungskunst zuzuschreiben, sondern vielmehr mangelndem Mut und mangelndem Selbstvertrauen der Rot-Weißen.
Jetzt waren die Dettener plötzlich da. Moritz Uphoff flankte, Jan Kortevoß köpfte, doch klasse war Keeper Markus Sylla mit einer Hand zur Stelle und klärte (71.).
Schneller AntrittEs blieb schließlich bei diesem 1:1. Weil Borussia auch weiterhin hinten überhaupt nichts anbrennen ließ, weil aber nach dem Ausgleich vorne auch wieder die allerletzte Konsequenz fehlte.
Dennoch zeigten die letzten 20 Minuten dieser Partie, zu was die Borussia fähig wären, wenn sie einmal 90 Minuten an sich glauben würden. Wenn sie nicht von Selbstzweifeln geplagt würden.
Fest steht: Gewonnen ist mit dem Remis in Dülmen noch nichts. Doch nun können die Borussen - passende Ergebnisse der Konkurrenz vorausgesetzt, schon nächsten Sonntag gegen Wolbeck den Klassenerhalt perfekt machen. Nur dann müssen sie 90 Minuten lang Mut und Selbstbewusstsein zeigen.