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Opels langer Weg
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Emsdetten. Was für ein Debakel! Mit 6:1 verprügelte der SC Hassel gestern die Emsdettener Borussen. Und dieser Sieg war nicht nur in der Höhe verdient, er schmeichelte den Rot-Weißen sogar noch ... Meine Güte, was wurde die Elf von Trainer Robert Borgelt am Sonntag vorgeführt.
Auch mit Patrick Scholtz wurde es nicht besser. (Foto: Bernd Oberheim)
Hassel war auf jeder einzelnen Position besser besetzt, war spielerisch um Klassen besser, hatte den Borussen kämpferisch jede Menge voraus, beherrschte die Gastgeber nach Belieben.
Vor dem Wechsel spielte der SC die Borussen regelrecht an die Wand, nach der Pause dann begnügte er sich lange damit, das Spiel zu kontrollieren, ehe er in der Schlussphase wieder aufdrehte.
Und die Borussen? Sie fanden in der ersten Hälfte überhaupt nicht statt, wurden regelrecht schwindelig gespielt, hatten dem Gegner, nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen.
Glück hatten die Gastgeber noch, als Nicolaj Zugcics Freistoßtor nicht anerkannt wurde, weil gleich zwei Hasseler im Abseits standen (15.). Glück auch, als Pierre Bendig völlig frei am langen Eck vorbeischoss (17.). Glück, als Torwart Florian Haude nach Nicolaj Zugcics Steilpass klasse gegen Tobias Bockhoff parierte (18.).
Schlag auf Schlag
Doch dann ging's Schlag auf Schlag. Tim Woberschal wurde nicht gestört, nahm aus 17 Metern Maß, unten rechts schlug der Ball zum 0:1 ein (19.). Dann vertändelte Kevin Botella den Ball im Mittelfeld, Hassan El Hamad flankte von rechts, in der Mitte hatte Tobias Bockhoff keine Mühe mehr - 0:2 (25.). Schließlich stürzte Florian Haude völlig überflüssig aus seinem Strafraum, klärte den Ball genau vor die Füße von Hassan El Hamad. Und mit viel Windunterstützung landete dessen Heber zum 0:3 im Kasten (30.). Apropos Wind: Den hatten die Borussen in dieser ersten Halbzeit im Rücken. Doch der Ball lief nur in eine Richtung - gegen den Wind ...
Früh hatte Trainer Robert Borgelt gewechselt, brachte mit Patrick Scholtz einen zusätzlichen Defensivspieler, nach der Pause sollte Peter Lakenbrink für Impulse nach vorne sorgen, um die Partie vielleicht doch noch zu kippen. Beides ging in die Hose ...
Nach der Pause offener
Immerhin spielten die Borussen nach der Pause mit, gestalteten die Partie optisch ausgeglichener. Herr im Hause aber blieb zu jedem Zeitpunkt der SC Hassel. Und dessen Keeper Sören Stauder hätte auch nach der Pause locker im Borussentreff den ein oder anderen Kaffee trinken können ...
Borussia stand jetzt höher, stellte Hassel damit immer wieder abseits und so passierte vor den Toren kaum noch etwas.
Doch in der Endphase war Schluss mit der Langeweile. Jetzt hagelte es wieder Treffer. Zunächst erhöhte Pierre Bendig nach einer Rechtsflanke mit einem Schuss aus der Drehung auf 0:4 (77.), dann war der gerade eingewechselte Tim Ballschmiede zum 0:5 erfolgreich (86.). Noch in der gleichen Minute gelang Michael Rintelen mit einem Schuss aus spitzem Winkel der unverdiente Ehrentreffer.
Der Schlusspunkt aber blieb wieder den Gästen vorbehalten, Sandro Poch machte in der 92. Minute das halbe Dutzend voll.
Und als die Hasseler längst wieder zu Hause waren, dürften den Borussen noch immer verdammt schwindelig gewesen sein ...
Mehr zu diesem Spiel gibt es am Montag in der Printausgabe der Emsdettener Volkszeitung.