Hintergründe
Opels langer Weg
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EMSDETTEN. Als Dominik Volmer in der 9. Minute einen Eckball von Tim Frie zum 1:0 für Nottuln einköpfte, schien sich die Negativserie der Borussen fortzusetzen. Doch nach 90 Minuten hatten sich die Rot-Weißen so richtig frei geschossen. Sie gingen als strahlende 5:2-Sieger vom Platz.
Zweifacher Torschütze: Jan Kortevoß. (Foto: Archiv)
Und das war hochverdient. Denn nach dem Nottulner Führungstreffer, bei dem Keeper Kevin Brock nicht gut aussah, erarbeiteten sich die Borussen von Minute zu Minute ein größeres Übergewicht. Und hatten ihre Chancen: Michael Rintelen spielte Jan Kortevoß frei, doch dessen Schuss wurde abgefälscht und trudelte knapp am Tor vorbei (18.). Steffen Herting zog einen Freistoß von der Eckfahne direkt aufs Tor, Keeper Dening wehrte mit der Nase ab, musste behandelt werden, verhinderte so aber das 1:1 (33.). Doch in der 40. Minute war der gute Schnapper machtlos: Völlig frei stehend köpfte Nico Niemeyer die weite Rechtsflanke von Michael Rintelen am 2. Pfosten mustergültig zum 1:1 ein.
Und doch wäre Nottuln fast mit einer Führung in die Kabine gegangen. In der 44. Minute vertändelte Kevin Brock nach einem Rückpass den Ball an Tim Frie, der ging alleine auf den Kasten zu, schoss aber, verfolgt von Moritz Uphoff, statt ins leere Tor nur ans Außennetz.
Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit der Borussen immer größer. Marcel Langenstroer prüfte Dening mit einem flachen Freistoß aus 20 Metern, der Keeper wehrte zur Ecke ab (53.).
Puhe vergibt die Chance
Nur noch sporadisch die Nottulner Angriffsversuche. Aber nicht ungefährlich: Nach einem Abpraller hatte Thomas Puhe plötzlich die Chance, doch Kevin Brock parierte klasse (58.).
Doch Borussias Druck nahm weiter zu. Steffen Hertings Hereingabe rutschte Christopher Ransmann über den Spann (62.), dann hatte Michael Rintelen nach einem Traumpass von Nico Niemeier nicht den Mut selber zu schießen. Das Abspiel auf Marcus Meinigmann fand den Abnehmer nicht (65.). Eine Minute später flankte Meinigmann, Jan Kortevoß stand am kurzen Pfosten und schoss ein. Danach war Nottuln von der Rolle, Borussia spielte wie aus einem Guss. Erneut Jan Kortevoß brachte eine Hereingabe von Michael Rintelen im Tor unter (70.). Dann traf auch der zweite Stürmer: Nach einem langen Pass von Steffen Herting zeigte Patrick Kasprowski beim Stoppen technische Mängel, Marcus Meinigmann angelte sich das Leder und schoss aus 16 Metern humorlos zum 4:1 ein (74.).
So fahrlässig die Borussen in den vergangenen Wochen mit ihren Chancen umgingen, so konsequent trafen sie jetzt: Nach einer Ecke von Moritz Uphoff wurde Michael Rintelens Kopfball noch abgewehrt, doch Marcel Langenstroer traf im Nachsetzen.
Der einzige Vorwurf an Borussia: Nach dem 5:1 ließ defensiv die Konzentration nach, so durfte Christoph Hohmann per Flachschuss aus 16 Metern noch verkürzen (86.), und Patrick Kasprowski Kevin Brock noch zu einer Glanzparade zwingen (89.).
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