VREDEN. Fünf Spielzeiten lang war Ralf Bugla, heute in Diensten von Westfalia Gemen, von 1994 bis 1999 Hauptverantwortlicher bei der SpVgg Vreden, 1995 führte er die Blau-Gelben in die Landesliga, 1998 dann sogar in die Verbandsliga. Am gestrigen Nachmittag feierte er ein besonderes Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein - und einen 1:0-Sieg.
«
1/1
»
Sebastian Bone (l.) vergab eine der "Hoch-Prozenter". (Foto: Bernhard Mathmann (A))
Das 1:0 bedeutete den ersten Saisonsieg des Schlusslichts überhaupt - und das nicht einmal unverdient. Der hohe Favorit zeigte über 90 Minuten
eine emotionslose Vorstellung. Auch nach dem 0:1-Rückstand war kein Aufbäumen des Gastes zu sehen. Der Treffer des Tages war bezeichnend für die trostlose Präsentation der Vredener. Georg Geers schlug nach einem Freistoß über den Ball, Jonas Harlacher roch den Braten und ließ Torhüter Christian Wissing keine Chance (61.). Bis dahin hatten sich die Gäste gerade zweimal gefährlich vor dem gegnerischen Tor gezeigt. In der 35. Minute war Kim Kirchhoff allein durchgestoßen. Doch statt den Kopf hoch zu nehmen und einzuschieben verzog der Nachwuchsstürmer den Ball überhastet. Fünf Minuten später setzte Paolo Alduk Bastian Bone in Szene. Dieser brachte es fertig, den Torhüter aus sechs Metern anzuschießen. "Hätten wir einen dieser Hochprozenter verwandelt, wäre das Spiel womöglich anders verlaufen. Was die Mannschaft dann nach der Pause abgeliefert hat, spottet jeder Beschreibung", zeigte sich Trainer Michael Kämer "maßlos enttäuscht" über die "inakzeptable Vorstellung" an einem "rabenschwarzen Tag". Fürwahr: Nennenswerte Offensivaktionen der SpVgg waren in Hälfte zwei nicht zu notieren. Gemen verteidigte den Vorsprung geschickt.
ms