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Opels langer Weg
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EMSDETTEN. Eines vorweg: Es war von Emsdetten 05 ein großer Fehler, der von Eintracht Coesfeld beantragten Spielverlegung auf Kunstrasen am Freitag unter Flutlicht zuzustimmen! Man weiß zwar nicht, wie es an einem Sonntag - eventuell auf normalem Rasen gelaufen wäre, doch 05 auf Kunstrasen unter Flutlicht, das hat noch nie so richtig etwas gebracht...
ebastian Krassowski (r.) und 05-Kollegen hatte so ihre Mühen mit der engagierten Offensive der Eintracht.Krassowski. (Foto: Bernd Oberheim )
Und so war es dann auch am Freitag in Coesfeld: Die verständliche Euphorie im gesamten 05-Lager nach der so kampfstarken Partie bei der 1:3-Niederlage gegen den Primus aus Marl-Hüls erhielt einen schweren und sehr nachhaltigen Dämpfer. Im Grunde war das Match nach 16 Minuten - es stand 2:0 für den Gastgeber - schon verloren. Denn soll diese 05-Offensive drei Tore schießen...
Nein, es lief auch defensiv längst nicht alles nach Plan. Im Mittelfeld und auch in der Viererkette kamen die 05er vom Anpfiff weg zu oft einen Schritt zu spät. Allerdings muss man auch sagen, dass die Eintracht mit Borgert, Leifken und Paas ein paar Offensivleute auf den Platz schickte, die mit allen Wassern gewaschen sind, jeden offensiven Zweikampf wirklich wollen und ihn auch mit aller Intensität annehmen. Solche Offensivspieler hat der 05-Kader kaum! Kuhlenbeck rackert wie ein Irrer, doch was Spieler wie Gomes, Wellmeyer und Hartmann nach den zu zahlreichen Ballverlusten veranstalten, um schnell wieder "an die Pille" zu kommen, das ist zu wenig!
05 wollte - nach der positiven Partie gegen Marl-Hüls - auch in Coesfeld die Tugenden zeigen, die man im Kampf gegen den Abstieg benötigt. Doch bei diesen Tugenden ist eine Mannschaft stets im Nachteil, die einen Kunstrasenplatz nicht kennt.
Coesfeld optimal eingestellt
Hinzu kam, dass sich Coesfeld auf den von 05 angekündigten Kampf optimal eingestellt hatte. Der Gastgeber sorgte vom Anpfiff weg für eine gewisse Hektik, bekam natürlich riesiges Oberwasser durch die beiden frühen Tore. Direkt danach war bereits an der Körpersprache einige 05-Spieler zu deutlich abzulesen, dass die Messe früh gelesen war. Coesfeld wollte die Hektik, die Eintracht wollte den Stress auf dem Platz. Weil der Sieger ein paar "echte Typen" mehr in seinen Reihen hatte. Typen, die halt wissen, was in der Landesliga gefordert ist, wenn man sich nicht allein auf spielerische Elemente verlassen will.
4:1 - der Endstand ist vielleicht ein wenig zu deutlich. Doch die Niederlage geht in Ordnung, daran darf niemand zweifeln. Und diese Pleite wirft schnell auch wieder die Frage auf, wie diese 05-Kader bis zur Winterpause die Punkte holen will, die einen Abstand zum gesicherten Mittelfeld in Aussicht stellen, der eventuell noch wettzumachen ist. Die 90 Minuten am Freitag in Coesfeld machten den Fans Angst.