BORGHORST Tritt ein neuer Trainer an, stellt sich die Frage: Wird jetzt alles anders? Seit Mittwoch hat Roland Westers den Landesligisten Preußen Borghorst unter seinen Fittichen. Sein Kapitän bleibt David Marx: „An der Personalie werde ich bestimmt nichts ändern. Ich halte sehr viel von David.“Von Marius Holthaus
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Jannick Hagedorn (r.) liegt mit Preußen Borghorst im Tabellen-Mittelfeld der Landesliga 4 - mit Tuchfühlung nach oben und unten. (Foto: Marius Holthaus)
Spannender ist der Blick auf den Defensiv-Verbund. Westers: „Ja ja, die ewige Frage: Viererkette ja oder nein.“ Bislang setzt Borghorst auf einen Libero. „Mitten in der Saison die Viererkette einzuführen, ist eine heikle Sache“, weiß Westers. „Ich schließe es aber nicht kategorisch aus. Ich muss noch weitere Eindrücke gewinnen. Die Truppe hat auf jeden Fall das Potenzial, Kette zu spielen.“
Am Sonntag feiert Westers seinen Einstand als SCP-Trainer, und das ausgerechnet gegen seinen langjährigen Verein Borussia Emsdetten. Eine Kombination, über die Westers sagt: „Das ist kein normales Spiel für mich. Die Anspannung ist noch einen Tacken größer als ohnehin schon. Aber im Endeffekt geht es nur um drei Punkte.“
"Ich werde nicht alles umschmeißen"
Personelle Änderungen, über die Westers nachdenkt, würden sich im Rahmen halten. „Ich werde den Teufel tun und alles umschmeißen. Abgesehen vom SVB-Spiel vor einer Woche hat Borghorst ja eine gute Serie gespielt. Darüber sind sich alle einig, die mit der 1. Mannschaft näher zu tun haben“, erfuhr Westers, der am Donnerstag lange mit seinem Vorgänger Uli Amshoff telefonierte. „Uli und nach ihm die drei Interimstrainer haben gute Arbeit geleistet. Die Mannschaft funktioniert und ist charakterlich top“, lobt er.
Als Beobachter der 0:3-Pleite in Burgsteinfurt sah Westers bei den Preußen große Verunsicherung. In den ersten Tagen seiner Amtszeit führte er daher viele Gespräche, versuchte, das angeschlagene Selbstvertrauen der Spieler zu kitten.
Als Mitte der Woche bekannt wurde, dass er in Borghorst anheuert, da meldeteten sich bei Westers etliche Kumpels. Auch Spieler von Borussias 1. Mannschaft, deren Trainer er bis Mitte 2010 war? „Nein“, verrät Westers. „Die Hälfte der Truppe ist ja mittlerweile neu.“ Einige seiner ehemaligen Spieler sind aber noch da, „und zu vielen von ihnen habe ich ein gutes Verhältnis.“ Er sei damals „nicht im Unfrieden gegangen“.
„Der Ball soll rollen“
Westers hat Borussia in dieser Saison noch nicht spielen sehen. Infos hat er dennoch reichlich. Zum einen über Bekannte aus Borussias Umfeld. Und: „Ich kenne den Gegner ja selbst einigermaßen, und ich kann mir vorstellen, was auf uns zukommt. Borussia ist spielerisch sehr, sehr gut – wenn man die Mannschaft denn lässt.“ Sein Schlusswort: „Es ist genug geredet worden. Jetzt soll der Ball rollen.“
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Termin
Landesliga 4
- Preußen Borghorst – Bor. Emsdetten, Sonntag, 15 Uhr
- MZ-Tipp: 2:2