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Die Mesumer waren stets einen Schritt schneller und in den Zweikämpfen bissiger als ihre Heidener Gegner. Hier trennt Kevin Grewe (r.) seinen Kontrahenten Malte Gremme vom Ball. (Foto: Johann-Krone)
Fünf Zähler liegt die Viktoria jetzt hinter dem TuS Hiltrup, der wohl für die Westfalenliga planen darf. Heiden käme mit der Leistung gegen Mesum allerdings auch kaum für einen Aufstieg infrage. Ohne Ideen und irgendeinen Plan, wie man die Mesumer Hintermannschaft aushebeln könnte, kam der Tabellenzweite daher. Mesum brannte zwar auch kein Feuerwerk ab, spielte aber konzentriert und zielstrebig.
Clevere Spielzüge waren Mangelware. Nach drei, maximal vier Stationen wechselte meist wieder der Ballbesitz. Das reichte den Mesumer aber, um in der 16. Minute in Führung zu gehen. Thomas Rauen hatte links den Ball, spielte quer auf den am Strafraumeck wartenden Thomas Feldkämper, der nicht lange überlegte und abzog. Flach flog das Leder ins lange Eck – durchaus nicht unhaltbar.
Tobias Schütte Bruns (20.) und Rauen (23.) hätten das 2:0 machen können, scheiterten aber. Heiden auf der anderen Seite ließ jeglichen Aufstiegswillen vermissen. Das wurde in der 44. Minute erneut bestraft. Das 2:0 ähnelte dem 1:0 sehr. Nur die handelnden Personen waren andere. Heiden warf Daniel Hallmann den Ball links in den Fuß, der legte ab auf Tobias Schütte Bruns. Aus fast identischer Position wie zuvor Feldkämper traf auch er flach ins lange Eck – wieder nicht unhaltbar.
Planlose Gastgeber
Die Verhältnisse blieben auch nach der Pause unverändert. Heiden war planlos, Mesum eiskalt und mittlerweile sogar spielfreudig. Das 3:0 in der 50. Minute hatte zunächst jedoch nicht viel mit Spielfreude zu tun. Björn Laurenz schlug einen Befreiungsschlag zentral nach vorne. Der landete im Lauf von Schütte Bruns – 3:0.
Die Hausherren hatten erst jetzt Chancen, und zwar gute. Dreimal droschen die Viktoria-Stürmer aber aus weniger als fünf Metern drüber.
Thomas Rauen machte es in der 75. Minute besser. Er bekam den Ball von Schütte Bruns und spitzelte ihn am Heidener Keeper vorbei ins Netz. „Seit ich hier Trainer bin, habe ich meine Mannschaft noch nie so schlecht spielen sehen“, klagte Viktoria-Coach Uwe Heller nach dem Spiel, das mit der Gelb-Roten Karte gegen Heiden Lars Katemann (90.) endete.