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Nullachts André Otto konnte vom VfL Wolbeck nicht gestoppt werden. (Foto: Tronquet)
Erst am Donnerstag gaben sie dem Nullacht-Vorstand das „Ja“-Wort. Thomas Höppner, der D-Junioren-Coach, und Jens Dietrich, der C-Junioren-Trainer, wollen bis zum Saisonende die Nachfolge des am Mittwoch zurückgetretenen Coach Markus Wesp übernehmen, es mit den Großen, die Wesp zum Schluss die Gefolgschaft verweigerten, aufnehmen.
Zwei Platzverweise für Wolbeck
Noch am Donnerstag sah es nach einem Himmelfahrtskommando aus, drei Tage später ist die Nullacht-Lage im Tabellenkeller zwar immer noch angespannt, aber hoffnungsvoller. „Hätten wir verloren – na dann gute Nacht“, sagte André Otto nach der Partie. Aber Nullacht siegte im in der zweiten Hälfte intensiv geführten Derby, das die Wolbecker auch personell nicht schadlos überstanden.
Sirwan Mohammadi sah nach 81 Minuten glatt Rot, weil er Otto nach einem Foul zu Boden stieß. Nur eine Minute zuvor musste Kapitän Felix Honermeyer das sinkende VfL-Schiff unfreiwillig verlassen. Honermeyer, der über eine Stunde auf Bewährung spielte, hatte Otto im Mittelfeld gelegt, sah dafür Gelb-Rot.
Otto ruft seinen ganzen Katalog ab
Otto, immer wieder Otto. Er war überall dort, wo etwas passierte. Und die Sonderausgabe des Otto-Katalogs zum Derby hatte noch mehr zu bieten: Zwei Tore. 57. Minute: die Hacke von Hamza Kaya lenkt den Ball zu ihm. Das 1:0 aus 14 Metern ins lange Eck – mit Auge. 90. Minute: Otto blank vor VfL-Keeper Moritz Ostrop. Ab mit dem Ball ins lange Eck – mit Gefühl.
Es war der Schlusspunkt eines Derbys, dessen erste Hälfte VfL-Coach Carsten Becker später als „Grottenkick“ bezeichnen sollte. Unzählige Unterbrechungen und technische Fehler. Nein, für‘s Auge gab‘s wenig. Nur auf die Ohren: fluchende Trainer.
Stärkste VfL-Phase verpufft
Erst im zweiten Durchgang erwachte die Partie. Zunächst war Nullacht an der Reihe. An der Flanke von Enrico Suvar rutscht Alejandro Gomez haarscharf vorbei. Und nach dem 0:1 legte auch der VfL seine Scheu ab. Becker hatte Allzweckwaffe Sven Möllmann eingewechselt, der in seiner ersten Szene den Nullacht-Kasten nur knapp verpasste (68.). Ebenso Honermeyer sechs Minuten später, und Sindou Kone traf in 76. Minute per Kopf nur den Außenpfosten.
Diese stärkste VfL-Phase verpuffte, und der Gast dezimierte sich. Nullacht dagegen bewahrte die Ruhe, lauerte auf Konter, entschied die Angelegenheit in der letzten Minute – und feierte anschließend ausgelassen den ersten Sieg seit dem 28. November 2010.
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Nullacht: Eschhaus - Abdel Ghany, Simon, Spangenberg, Annas - Krämer, Köster (72. Onana) - Suvar, Kaya, Otto (90.+1 Peters) - Gomez
VfL: Ostrop - Nusue Mangue, Mohammadi, Aydogdu, Neuenstein, Honermeyer, Labo, Kluczniok, Herdin, Kone - Terhaar
Tore: 1:0 Otto (57.), 2:0 Otto (90.)
Rot: Mohammadi (81./ Tätlichkeit)
Gelb-Rot: Honermeyer (80.)