MÜNSTER. Erst überhastet, dann verunsichert, am Ende vor Schreck gelähmt: Drei Stadien, die der BSV Roxel im Abstiegsduell gegen Westfalia Gemen durchschritt. In der Konsequenz bedeutete dies eine 2:3 (1:1)-Niederlage und ein Rückschritt im Kampf um den Klassenerhalt.Von Florian Habersack
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Der BSV Roxel, hier Fabian Frönd (l.) gegen Gemens Kapitän Kim Hartmann, taumelt weiter in den Tabellenkeller. (Foto: Florian Habersack)
Mit einem wuchtigen Kopfball gegen die Laufrichtung des Gemener Keepers Björn Stege erzielte Fabian Frönd in der 76. Minute den 2:2-Ausgleich. Die Wucht dieses Erfolgserlebnisses reichte jedoch nicht aus, um das Spiel zu drehen. Nein, eher zaghaft waren die zwei Schüsse von Roxels Claus Plischek in der Folge (86./89.). Sie demonstrierten die ganze Inkonsequenz, die der BSV über das gesamte Spiel besonders in der Defensive an den Tag legte.
Später Gegentreffer
So sah sich der Gast aus Gemen genötigt, es nochmal zu versuchen. Eine lange Flanke, ein Schuss an die Unterkante der Latte des völlig freistehenden Johannes Kohlruss und der Nachschuss des ebenso allein gelassenen Philipp Risthaus: So einfach war es, gegen Roxel zu treffen. Besonders bitter für die Mannen um Coach Gundolf Lorenz, dass dieser Beweis der eigenen Unzulänglichkeit in der Nachspielzeit erfolgte. Der Tabellenletzte aus Gemen war mit drei Siegen im Rücken und der Leichtigkeit des Seins angereist. Diese Unbeschwertheit hätte Roxel dem Gegner bereits in der Anfangsviertelstunde nehmen können – nehmen müssen. Aber Frönd scheiterte freistehend aus kurzer Distanz am Gemens Schlussmann Stege (1.) und Jan Dransmann köpfte in dessen Arme (4.).
Zu kleiner Ertrag
Dass wenigstens Manuel Beyer in der siebten Minute den Ball zum 1:0 unter die Latte hämmerte, war ein zu kleiner Ertrag der Anfangsdominanz. Denn dann unterbreitete der BSV reichlich Angebote. Holger Heppe verlor den Ball an Gemens Murat Kizilyar, der flankte in die Mitte, wo Christian Küpper ins eigene Tor traf – 1:1, der Halbzeitstand. Nach dem Wechsel waren es Plischek und Joshua Kleine Badenhorst, die den Ballbesitz an Gemens Risthaus abtraten. Dessen Flanke verwirrte Roxels Keeper Colin Schulz und Maximillian Riepenhof dermaßen, dass Kohlruss zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung einschießen durfte. Eine Verwirrung, die bis zum Schlusspfiff anhielt und sich in der nun spielfreien Zeit schnell legen sollte.
- Roxel: Schulz - Heppe, Riepenhof, Küpper (65. Welke) - Plischek, Albers (24. Kleine Bardenhorst), Marquardt, Beyer - Dransmann (70. Lahutta), Frönd, Kouzmine
- Tore: 1:0 Beyer (7.), 1:1 Küpper (Eigentor/18.), 1:2 Kohlruss (63.), 2:2 Frönd (76.), 2:3 Risthaus (90.)