MÜNSTER Die Serie hielt, zufriedene Gesichter sehen aber anders aus. Beim 2:2 (1:0) gegen den SV Mesum blieb der BSV Roxel zwar auch im vierten Ligaspiel ungeschlagen. Allen Rot-Schwarzen jedoch war klar: Da war mehr drin, der erste Heimdreier war greifbar, der BSV packte jedoch nicht zu.Von Martin Ilgen
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Torsten Albers und der BSV sind auf Höhenflug. (Foto Johann-Krone)
„Vielleicht sind wir die zweite Halbzeit zu locker angegangen“, fahndete Trainer Gundolf Lorenz nach den Gründen dafür. Als positiv bewertete er jedoch die Tatsache, dass sein Team nach dem 1:2 wieder zurückgekommen sei. „Diese Mentalität, dieser Geist zeichnet unser Team in dieser Spielzeit offensichtlich aus“, sagte er. Dass sein Team aber überhaupt einem Rückstand hinterher laufen musste, war unnötig.
Alles im Griff
Denn in der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber die Mesumer fest im Griff. Der BSV spielte mit Herz, erarbeitete sich angetrieben von Torsten Albers ein deutliches Übergewicht, hatte allerdings Probleme, echte Chancen zu kreieren. Gleich die erste nutzte Neuzugang Florian Reckels zu seiner Tor-Premiere im BSV-Dress. Und was war das für ein krummes Ding. Halb Fallrückzieher, halb sank er dahin, aber irgendwie traf er den Ball nach einer Flanke von Jan Dransmann. Dann trudelte die Kugel ins Netz zur verdienten Führung (28.). Mit Glück rettete Mesum den knappen Rückstand in die Pause, kam aber deutlich williger zurück auf den Platz – zu einem kurzzeitigen offenen Schlagabtausch. Mesums Jens Loerakker traf den Ball optimal aus 15 Metern zum Ausgleich (53.). Und es kam noch dicker für den BSV, als sich Sven Saerbeck bei seinem ersten Liga-Einsatz vom quirligen Ron Konermann austricksen ließ. Auch BSV-Keeper Bernd Lütke Wiesmann sah nicht gut aus, als der Schuss des Stürmers nach einer Stunde rechts unten einschlug.
Nur drei Minuten später jedoch rückte Andreas Fröbel die Verhältnisse wieder gerade. Er zielte nach einer Reckels-Ecke flach und humorlos mitten hinein ins Glück zum Endstand. Es war ein gerechter, weil Mesum die zweite Hälfte gehörte. Ein Punkt für beide, mit dem Lorenz letztlich Leben konnte. „Acht Zähler aus drei Spielen. Da kann, will und darf ich nicht meckern.“
- BSV: Lütke Wiesmann - Fröbel, Seeger, Saerbeck, Plischek - Reckels, Riepenhof (61. Böning) - Beyer, Albers, Dransmann (69. Kortwinkel) - Könemann
- Tore: 1:0 Reckels (28.), 1:1 Loerakker (53.), 1:2 Konermann (60.), 2:2 Fröbel (63.)